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Reif für die Insel : die EU kündigt Verhandlungen mit Kuba an
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PERSPEKTIVE| FES KUBA Reif für die Insel Die EU kündigt Verhandlungen mit Kuba an SARAH GANTER Februar 2014 n Während die lateinamerikanischen und karibischen Nachbarn vor dem Hintergrund der Reformen auf Kuba gezielt die Annährung mit der Insel suchen, liegen die Bezie­hungen zur Europäischen Union seit zwei Jahrzehnten auf Eis. n Der 1996 beschlossene»gemeinsame Standpunkt« der EU hat sich als wirkungslos erwiesen und eine Kooperation verhindert. Neben wiederholten Initiativen zu seiner Abschaffung begannen immer mehr EU-Länder, den»gemeinsamen Standpunkt« zu umgehen und bilaterale Abkommen mit Kuba zu schließen. Daher war die An­kündigung der EU, mit Kuba in Verhandlungen über ein Kooperationsabkommen zu treten, mehr als überfällig. n Die Ausgangsbedingungen für Verhandlungen unterscheiden sich stark von denen der 1990er Jahre. Heute sieht sich die EU einem selbstbewussten Kuba gegenüber, das seine Außenbeziehungen diversifiziert hat und sich auf dem CELAC-Gipfel im Januar 2014 der Weltöffentlichkeit im Lichte seiner Wirtschaftsreformen präsen­tierte. n Wird eine erneute Pattsituation vermieden, könnten beide Seiten von einem kon­struktiven Dialog profitieren, der über rein wirtschaftliche Interessen hinausgeht. Ein erfolgreicher Verhandlungsverlauf hätte zudem eine Signalwirkung für die Bezie­hungen zu den USA, die nach wie vor an ihrer Embargopolitik festhalten.