Studie Voraussetzungen einer globalen Energietransformation Bärbel Kofler und Nina Netzer(Hrsg.) Christiane Beuermann, Lukas Hermwille, Jan Burck, Boris Schinke und Franziska Marten Mai 2014 n Unser Energiesystem steckt tief in der Krise: Die jahrhundertelange Abhängigkeit von fossilen Energieträgern hat zu schweren Umweltschäden sowie zentralistischen Erzeugungs-, Verteilungs- und Eigentumsstrukturen geführt, von denen nur einige wenige profitieren. Gleichzeitig haben weite Bevölkerungsteile keinen Zugang zu elektrischer Energie. n Deshalb brauchen wir eine globale Energietransformation. Wir müssen weg von fossilen und nuklearen Energieträgern, hin zu 100 Prozent erneuerbarer Energie, einer dezentralen und lokal verwalteten Versorgung, höherer Effizienz und einer Reduktion des absoluten Verbrauchs. Eine Energietransformation wird allerdings nicht ohne Friktionen vor sich gehen, da Marktanteile, Eigentumsverhältnisse und Machtstrukturen grundlegend neu geordnet werden müssen. n Nur selten sind es unverrückbare Fakten oder technische Konflikte, die den Ausbau Erneuerbarer Energien be- oder gar verhindern. Stattdessen problematisieren alteingesessene Strukturen und Eliten die Herausforderungen einer Energietransformation und stützen das bestehende System und ihre eigene(Markt-) Macht durch entsprechende Narrative. Der Erfolg einer Energietransformation wird davon abhängen, ob eine breite Allianz aus Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eine überzeugende Alternative und positive Narrative entwickelt – und diese auch gegen Widerstände durchsetzt.
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