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Beschäftigtentransfer : gute Qualität trotz schlechter Rahmenbedingungen
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Mai 2014 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Beschäftigtentransfer: Gute Qualität trotz schlechter Rahmenbedingungen Gernot Mühge, Heinz Hinrich Schmidt Auf einen Blick Der kritischen Berichterstattung in den Medien zum Trotz zeigt eine aktuelle Studie, dass sich der Beschäftigtentransfer in der Praxis bewährt: Die Betroffenen erhalten eine intensive, hoch­wertige arbeitsmarktpolitische Dienstleistung. Ihre Beschäftigungsfähigkeit wird signifikant gestärkt, Arbeitslosigkeit vermieden und der Strukturwandel sozial gestaltet. Zwei Bereiche bergen Verbesserungspotenzial: Erstens, es mangelt den Transferinstrumenten an der Stringenz in den rechtlich-institutionellen Rahmenbedingungen. Der Beschäftigten­transfer befindet sich in einer Pattsituation zwischen Kollektivrecht und Arbeitsförderung. Er ist nicht konsequent auf die Bewältigung von Personalabbau zugeschnitten, die Träger haben gegenüber der Bundesagentur für Arbeit zu geringe Handlungsspielräume. Zweitens ist das arbeitsmarktpolitische Angebot der Transfergesellschaft zu variantenreich und für die Betroffenen zu wenig verlässlich. Die Sozialpartner sollten sich über einen Standard auf einem hohen Niveau verständigen, um Betriebsräte in Sozialplanverhandlungen zu entlasten und ein hochwertiges Arbeitsprogramm für jeden Teilnehmenden zu gewährleisten. Beschäftigte stärken Arbeitslosigkeit vermeiden Im deutschen Kontext wird in der Regel vonunver­meidbarem Stellenabbau gesprochen, wenn Unterneh­men die Anzahl ihrer Stellen reduzieren; in der euro­päischen Diskussion hat sich die rhetorische Figur der kontinuierlichen Restrukturierung von Unternehmen etabliert, um die Normalität von unternehmerischen Veränderungsprozessen und dem damit oftmals einher­gehenden Stellenabbau zu unterstreichen. Sie sind, wie Aus- und Eintritte in Unternehmen insgesamt, ein alltäg­liches Phänomen und notwendige Begleiterscheinung des Strukturwandels. Der Blick in die Statistik zeigt, dass im Jahreszeitraum zwischen Juli 2012 und Juni 2013 etwa 7,5 Millionen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland beendet wurden, etwa 7,3 Millionen wur­den neu begonnen. Bezogen auf die Gesamtzahl der ­so­zialversicherungspflichtigen Beschäftigten von knapp 30 Millionen ergibt dies einen so genannten La­bour Turn Over der Umschlag von Beschäftigten von etwa 25 Prozent pro Jahr. Der problematische Bereich in den Bewegungspro­zessen ist die unfreiwillige Beendigung von Beschäf­tigung, die erhebliche materielle, prozedurale und psy­chosoziale Risiken für die Betroffenen birgt. Die Grö­ßenordnung des unfreiwilligen Stellenverlusts lässt