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Drei zarte Pflänzchen Hoffnung : die Linken schöpfen Mut in drei Ländern Zentralamerikas
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PERSPEKTIVE| FES ZENTRALAMERIKA Drei zarte Pflänzchen Hoffnung Die Linken schöpfen Mut in drei Ländern Zentralamerikas ALBRECHT KOSCHÜTZKE UND HAJO LANZ Mai 2014 n Die jüngsten Wahlen in Costa Rica, El Salvador und Honduras erlauben Hoffnungen auf mehr soziale Gerechtigkeit und partizipative Demokratie, bedeuten aber noch keinen Linksruck in Zentralamerika. Sie sind vor allem Ergebnis eines zusehenden Prestigeverlusts der traditionell herrschenden rechten Parteien. n Das Erstarken progressiver Kräfte wie PAC, Frente Amplio, Libre oder FMLN spiegelt den Umstand wider, dass die Wählerschaft jünger, kritischer, informierter und urba­ner geworden ist. Es besiegelt das Ende des Zwei-Parteien-Systems in Costa Rica, wo die»mittig Etablierten« verlieren, und in Honduras, wo sich die beiden rechten Parteien erstmals einer progressiven Oppositionspartei gegenübersehen. n Weniger erfreulich sind die Aussichten der progressiven Akteure in den anderen drei Ländern Zentralamerikas: In Panama wurde zwar eine Fortsetzung der Ära Martinelli verhindert, zugleich aber das Heft in die Hand einer konservativ-liberalen Regie­rung gegeben. Auch in Guatemala und Nicaragua ist kein politischer Stimmungsum­schwung zu registrieren.