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Europa hat gewählt : kurze Analysen der Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 aus den Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung
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PERSPEKTIVE Europa hat gewählt Kurze Analysen der Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 aus den Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung REINHARD KRUMM UND ANNE SEYFFERTH(Hg.) Juni 2014 Eine Europawahl mit dramatischen Ergebnissen: Rechtspopulistische und rechts­extreme Parteien haben in vielen westlichen EU-Staaten enorm zugelegt in Frank­reich, Großbritannien und Dänemark liegen sie sogar vorn. Über 50 Prozent gewann die regierende nationalpopulistische Wahlallianz in Ungarn. In Griechenland kam die faschistische Goldene Morgenröte mit knapp zehn Prozent auf den dritten Platz. Die Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament(S&D) konnte insgesamt die Anzahl ihrer Sitze halten. In Italien ist der PD ein Erdrutschsieg gelungen, die regierenden Sozialisten in Frankreich holten ihr historisch schlechtestes Ergebnis ein und die irische Labour Party wird zukünftig gar nicht mehr im Europaparlament vertreten sein. In Mittel- und Osteuropa konnten sich die Sozialdemokraten nur in Rumänien und der Slowakei durchsetzen. Neu gegründete Parteien wie die To Potami in Griechenland oder die aus der Be­wegung der»Empörten« in Spanien entstandene Podemos konnten aus dem Stand eine beachtliche Stimmenzahl auf sich vereinen. In den östlich gelegenen EU-Ländern lag die Wahlbeteiligung oftmals deutlich unter dem EU-Durchschnitt in der Slowakei waren es gerade einmal 13 Prozent. Das Interesse der Wählerinnen und Wähler an EU-Themen war gering.