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Südosteuropa im Zwiespalt : Reaktionen aus den Ländern auf die Ereignisse in der Ukraine
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PERSPEKTIVE Südosteuropa im Zwiespalt Reaktionen aus den Ländern auf die Ereignisse in der Ukraine DIALOG SÜDOSTEUROPA Juni 2014 n Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine und das Verhalten Russlands sowie die Reak­tionen der Europäischen Union darauf werden in den Ländern Südosteuropas unter­schiedlich wahrgenommen und lösen oft Zwiespalt aus. n Albanien und Montenegro haben als einzige Nicht-EU-Mitgliedstaaten eindeutig proeuropäische Positionen bezogen, um damit ein Zeichen für ihre euroatlantische Integration zu setzen. Ebenfalls sprach sich EU-Mitglied Rumänien entschlossen für Sanktionen gegen Russland aus und fordert von der NATO eine stärkere und perma­nente militärische Präsenz in Osteuropa. n Die politische Führung der EU-Mitglieder Bulgariens und Kroatiens bemüht sich bei der Positionierung zur Ukraine-Krise um Diskretion. Hier werden wirtschaftliches und energiepolitisches Kalkül gegen die politische Verbundenheit mit der EU abge­wogen. In Bulgarien kommen aber gerade in der Reaktion der Bevölkerung auch die gemeinsamen historischen und kulturellen Wurzeln mit Russland zum Tragen. n Gespaltene Reaktionen zeigen auch die EU-Kandidatenländer Mazedonien und Serbien. Serbien versucht einen Balanceakt zwischen europäischer Integration und traditioneller Freundschaft mit Russland, während Mazedoniens Außenpolitik klare Orientierung vermissen lässt. Auch in Bosnien-Herzegowina konnte sich die politi­sche Führungsebene auf keine Position einigen. In der Republika Srpska wird die Abspaltung der Krim von politischer Seite instrumentalisiert, um eigene Sezessions­bestrebungen zu untermauern.