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Lateinamerikas Linke - viel Lula, wenig PT?
Entstehung
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PERSPEKTIVE Lateinamerikas Linke viel Lula, wenig PT? CLAUDIA DETSCH UND PABLO STEFANONI September 2014 Die Unterscheidung der Linken Lateinamerikas in zwei Gruppen ist endgültig über­holt. Die Präferenzen tendieren zum»Lulismo«: wirtschafts- und sozialpolitischen Reformen ohne radikale Einschnitte, ohne das internationale Kapital zu konfrontie­ren, ohne die herrschende Ordnung tatsächlich anzugreifen. Auch die Sozialist_innen des 21. Jahrhunderts folgen der Logik der Globalisierung und des Konsums. Brasiliens Ex-Präsident Lula hat den verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez längst als Lichtgestalt der lateinamerikanischen Linken abgelöst. Lula steht zudem für ein weiteres Phänomen der lateinamerikanischen Linken: Er selbst ist inzwischen eine weitaus stärkere Referenz als seine Partei, die PT. Nicht ein­mal bei den etablierten und institutionalisierten linken Parteien Lateinamerikas gibt es tatsächlich nennenswerte Erfolge beim Elitenwechsel. Zudem erwächst der Linken Ungemach seitens der Opposition: In vielen Ländern der Region präsentiert sich ein neuer Typus konservativer Politiker_innen, der auch liberale und selbst soziale Anliegen scheinbar selbstverständlich im Programm hat.