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Von der Revolution zur Kontinuität - Wahlen in Bolivien
Entstehung
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PERSPEKTIVE Von der Revolution zur Kontinuität Wahlen in Bolivien ANJA DARGATZ Oktober 2014 Nach vorläufigen Hochrechnungen wurde Evo Morales mit 59,7 Prozent vom ­Movimiento al Socialismo(MAS) als Präsident im Amt bestätigt. Während der MAS in der Länderkammer die Zweidrittelmehrheit behaupten konnte, hat er sie in der Abgeordnetenkammer möglicherweise um fünf Prozent verpasst. Mit 25,1 Prozent der Stimmen verzeichnete Morales Kontrahent Samuel Doria Medina vom Bündnis ­Unidad Democrática einen Achtungserfolg. Die Bilanz der Regierungen Morales fällt gemischt aus, doch für die Wähler_innen zählt die makroökonomische und politische Stabilität Boliviens der letzten Jahre. Die schwache Opposition hat dem proceso de cambio wenig entgegenzusetzen, während der MAS und Evo Morales den politischen Mainstream derzeit am über­zeugendsten verkörpern. Der Erfolg gründet sich auf hohe Rohstoffpreise, die der Regierung Spielraum für öffentliche Politiken geben. Doch ohne strukturelle Wirtschafts- und Sozialreformen wird die Popularität sinken, sobald der aktuelle Boom vorüber ist.