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BRICS in Afrika : Chance für den Kontinent und "G-South" auf internationaler Ebene?
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PERSPEKTIVE| FES SÜDAFRIKA BRICS in Afrika Chance für den Kontinent und »G-South« auf internationaler Ebene? SERGIO GRASSI Februar 2015 n Zwischen den BRICS-Ländern besteht Konsens darüber, dass die bestehende Ar­chitektur internationaler Finanzinstitutionen nicht mehr den derzeitigen globalen Machtverhältnissen entspricht und dementsprechend dringend reformiert werden müsste. In diesem Sinne ist auch die Einweihung der neuen BRICS-Entwicklungs­bank(NDB) und des Reservefonds(CRA) im Jahr 2014 zu sehen. n Der Anteil des Handels afrikanischer Länder mit den BRIC sowie mit anderen Län­dern des globalen Südens gewinnt im Verhältnis zu traditionellen Partnern wie Eu­ropa zunehmend an Bedeutung. Südafrika, als einziges afrikanisches Mitgliedsland der BRICS, betont vor diesem Hintergrund, dass BRICS eine große Chance für die Entwicklung in Afrika darstellt, und bewirbt das eigene Land als eine der Eingangs­pforten auf den Kontinent. n Nicht nur wegen der Gründung der NDB und der CRA wird immer deutlicher, dass die BRICS ihre Kooperationsfelder weiter auffächern und sich zunehmend institu­tionalisieren. Die Hoffnung einiger im Westen, dass sich die BRICS irgendwann zu­gunsten der demokratischen IBSA(Indien, Brasilien und Südafrika) auflösen wird, erscheint zunehmend illusorisch. n Stattdessen nimmt Südafrika insbesondere in Abstimmung mit den anderen bei­den IBSA-Ländern für sich in Anspruch, neue Akzente innerhalb der BRICS zu set­zen. So betonen südafrikanische Entscheidungsträger_innen stets, wie wichtig die Einbindung von Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Jugend und Gewerkschaften in den BRICS-Prozess sei; und dass Südafrika sich während seines Vorsitzes innerhalb einer besonderen»IBSA-Dynamik« erfolgreich dafür eingesetzt hat. n Gleichzeitig halten IBSA-Länder wie Südafrika Reformen innerhalb internationaler Organisationen wie den Vereinten Nationen oder den Bretton-Woods-Institutionen nur im Verbund mit den beiden Sicherheitsratsmitgliedern und ökonomischen bzw. militärischen Riesen China und Russland für möglich. Südafrikanische Entschei ­dungsträger bezeichnen BRICS in diesem Kontext auch als G-South, also die»Club­Governance«-Antwort des Südens auf die G8 bzw. G7.