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Den demografischen Wandel durch Migration gestalten : Möglichkeiten, Grenzen, Zukunftsperspektiven
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Dezember 2014 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Den demografischen Wandel durch Migration gestalten: Möglichkeiten, Grenzen, Zukunftsperspektiven Rainer Ohliger Auf einen Blick Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft langfristig, wird bunter und älter. Dieser demografische Wandel ist eine große Heraus­forderung für alle ge­sellschaftlichen Bereiche. Migrationspolitik ist ein Instrument, die Folgen dieser Entwicklung auszugestalten. Die Verringerung der Erwerbsbevölkerung kann durch Zuwanderung zwar nicht aufgehalten, aber zumindest abgefedert werden. Notwendig ist eine pro-aktive Migrationspolitik. Ziel ist es, Deutschland als Einwanderungsland dauerhaft attraktiv zu machen. Hierbei sollten wirtschaftliche und soziale Aspekte berücksichtigt werden. Migration, Integration und demografischer Wandel sind große gesellschaftspolitische Themen, die mitein­ander verwoben sind, bislang allerdings oft separat dis­kutiert und gestaltet werden. Der bisherige Migrations­diskurs war überwiegend ein Integrationsdiskurs über die nachholende Integration. Der Schwerpunkt lag da­bei auf der oft als Problem skizzierten Frage der Einglie­derung von Migrantinnen und Migranten in das sozia­le, wirtschaftl­iche, kulturelle und Bildungssystem des Landes. Die gezielte Anwerbung von Migrantinnen und Migranten war hingegen nur ein nachgeordnetes Thema. Systematische Migra­tionsstrategien für die Zu­kunft werden erst jüngst, insbesondere mit Blick auf den bestehenden oder den ­drohenden Fachkräfteman­gel, diskutiert. 2 Der demografische Wandel ist, wenn auch mit Verzö­gerung, als Thema in der deutschen Gesellschaft an­gekommen. Die schon laufende Alterung und die ­prognostizierte Schrumpfung der Bevölkerung, die auf dem Arbeitsmarkt in bestimmten Bereichen und Alters­gruppen schon spürbar sind, beschäftigen nicht nur den Demografiegipfel der Bundesregierung. Sie betref­fen vor allem auch Städte und Gemeinden, die die ­Daseinsvorsorge darauf ausrichten müssen. Die Verbindung von pro-aktiver Migrationspolitik und der Gestaltung des demografischen Wandels ist ein ­Desiderat. Die Frage, ob durch Einwanderung die