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All-inclusive-Pflege aus Polen in der Schattenzone : Ergebnisse von Interviews mit polnischen Pflegekräften, die in deutschen Privathaushalten beschäftigt sind
Entstehung
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Mai 2015 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt All-inclusive-Pflege aus Polen in der Schattenzone Ergebnisse von Interviews mit polnischen Pflegekräften, die in deutschen Privathaushalten beschäftigt sind Patrycja Kniejska Push- und Pullfaktoren für die Beschäftigung von Pendelmigrant_innen aus Polen Auf einen Blick Dass die Beschäftigung von Pendelmigrant_innen in der häuslichen Pflege immer häufiger in Anspruch genommen wird, ist die Folge zweier Entwicklungen: Einerseits sind aufgrund der Arbeitsmarktsituation in ihrem Land viele Polinnen und Polen zur Pendelmigration nach Deutschland gezwungen, andererseits bedingt die Pflegesituation in Deutschland diesen Zustrom an Arbeitsmigrant_innen. Obwohl diesen auch legale Arbeitsmöglichkeiten bekannt sind, ent­scheiden sie sich aus mehreren Gründen für die Aufnahme einer undokumentierten Tätigkeit. Misstrauen gegenüber den Institutionen ist einer dieser Gründe. Dabei scheint die Einführung des ­Mindestlohns den Status quo eher noch zu verstärken. Eine neue Definition der Arbeit im Feld der Pflege und eine Diskussion auf der politischen und gesellschaftlichen Ebene ist daher erforderlich. Sie muss vor allem die aus­ländischen Pflegekräfte einbeziehen. In der aktuellen Diskussion zum Pflegenotstand in Deutschland spielen quantitative wie qualitative ­Aspekte eine Rolle. Schon lange suchen Politik, Wis­senschaft und Praxis Antworten auf die Frage, wie die Versorgung von immer mehr hochaltrigen, pfle­gebedürftigen und dementen Menschen sicherzu­stellen ist und in welcher Form sie weiterentwickelt und organisiert werden muss, um die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Pflegebedürftigen zu ge­währleisten, aber auch die nächste Generation vor allzu hohen Pflegekosten zu bewahren. Eine der Lösungen dafür scheinen die Pendelmi­grant_innen zu sein. Gleich mehrere Gründe ver­stärken dabei den Trend zur Pendelmigration von Polen und Polinnen, die nach Deutschland kom­men, um im Bereich der Pflege zu arbeiten. Insbe­sondere Frauen, die Opfer der sogenannten Trans­formationsarbeitslosigkeit in Polen nach 1989 2 ge­worden sind bzw. sich nach der Wende der politischen und wirtschaftlichen Systeme in Polen hoch verschul­det haben, entscheiden sich für diese ­Möglichkeit. Denn ihre Lage auf dem polnischen rbeitsmarkt ist schwierig. Aber auch für Rentner_innen, die nach