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Wettbewerb der Ideen in den Regionen
Entstehung
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Mai 2015 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Wettbewerb der Ideen in den Regionen Jens Kersten, Claudia Neu und Berthold Vogel Auf einen Blick Die sozialräumliche Entwicklung der Bundes­republik verläuft so asymmetrisch, dass kom­pensierende Förderprogramme sie nicht mehr angemessen gestalten können. Vor diesem Hintergrund gilt es, ungewohnte Wege zu gehen. In diesem Zusammenhang kann vor allem der Wettbewerb als ein Entdeckungs­verfahren dienen, neue Perspektiven für die regionale Entwicklung zu eröffnen, innovative Bündnisse und Trägerkoalitionen verschiedener Akteure aufzuzeigen, ein Soziale-Orte-Konzept zu entwerfen und damit die Kohäsionsfähigkeit unserer Gesellschaft wieder sichtbar zu machen. Die Hoffnungen der unmittelbaren Nachwendezeit auf eine schnelle Angleichung der Lebensverhältnis­se in derneuen Bundesrepublik haben sich nicht vollständig erfüllt. Die Konsumgewohnheiten und der allgemeine Lebensstandard näherten sich in den vergangenen 25 Jahren zwar deutlich einander an. Doch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und das Arbeitsplatzangebot blieben in weiten Teilen Ost­deutschlands trotz Milliardeninvestitionen in Infra­struktur und Aufbauhilfen hinter den erwarteten Entwicklungen zurück. Besonders die peripheren ländlichen Räume anfangs vor allem in den neuen Bundesländern, nun verstärkt auch im Westen leiden unter einer zunehmenden Kumulation von wirtschaftlicher Schwäche, demografischem Wandel und De-Infrastrukturalisierung. Die bisherige Förder­politik lebte in der Hoffnung, Planung plus massiver Ressourceneinsatz seien die Mittel, mit denen regio­nale Strukturpolitik langfristig erfolgreich sein könnte. Doch seit Langem wird beklagt, dass die regional­spezifischen Modellprojekte und Programme das immer Gleiche fördern, nicht ressortübergreifend gestaltet sind und letztlich ins Leere laufen. Egal wie oft Dithmarschen oder die Uckermark noch geför­dert werden, die Aufholjagd zu den prosperierenden Regionen will nicht recht glücken. Territoriale Kohä­sion wird erst dann entstehen, wenn allen Beteilig-