Wirtschaft und Politik Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung Juni 2015 Dr. Harald Noack Optionen für die Klimapolitik Die Zeitachse verlängern, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren Deutschland spielt global in vielerlei Hinsicht eine besondere Rolle und sollte damit auch Vorbildfunktionen einnehmen, auch in der Umwelt- und Klimapolitik. An diesem Standort sind aber auch die Interessen von Verbraucher_innen und Unternehmen bedeutsam. Verantwortungsvolle Politik muss verschiedene, gegebenenfalls auch konfligierende Ziele zusammen bringen. Energiepolitik, Klimapolitik und Verbraucherpolitik sind dabei ein magisches Dreieck. Energiepolitik ist ein wichtiger Teil von Klimapolitik und ein ebenso wichtiger Teil davon ist Verbraucherpolitik. Die Menschen, die Verbraucher_innen sind diejenigen, die die Musik, oftmals von der Politik schnell bestellt, bezahlen müssen. Gesellschaften und Staaten weltweit müssen die Auswirkungen von Energieerzeugung und-nutzung auf Umwelt und Klima beachten. Energie, Klima, Umwelt und die Menschen, die die Politik in diesen Sektoren bezahlen, sind engstens miteinander verknüpft. Politische Maßnahmen müssen deshalb diese Bereiche bei Entscheidungen immer zusammen betrachten. Es fragt sich, ob die politischen Entscheidungen der Bundesregierung in den Bereichen Energie, Klima, Umwelt und Verbraucher in diesem Sinne ausgewogen und alternativlos sind. Politische Maßnahmen und Entscheidungen im Hinblick auf Umwelt- und Klimaschutz Markstein für den globalen Klimaschutz und mithin für Klimaschutz- und Umweltpolitik war das UNRahmenübereinkommen über Klimaänderungen von 1997, das 2005 in Kraft getreten ist. Im sog. KyotoProtokoll haben sich die Industriestaaten verpflichtet, die Emissionen von sechs Treibhausgasen – die sog. Kyoto-Treibhausgase – im Zeitraum von 2008 bis 2012 um mindestens 5 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. Die damaligen 15 EU-Mitgliedstaaten hatten sich verpflichtet, 341 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente weniger zu emittieren, wovon Deutschland im Rahmen einer EU-internen Lastenteilung 254 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente oder 75 Prozent übernommen Über den Autor: Dr. Harald Noack ist Sprecher der Permanenten Arbeitsgruppe Finanzen des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Ausführungen und Schlussfolgerungen sind vom Autor in eigener Verantwortung vorgenommen worden.
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Optionen für die Klimapolitik : die Zeitachse verlängern, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren
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