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Impuls oder Hindernis für Entwicklung? : Das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der Europäischen Union und Westafrika
Entstehung
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PERSPEKTIVE| FES SENEGAL Impuls oder Hindernis für Entwicklung? Das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der Europäischen Union und Westafrika ANNETTE LOHMANN Juli 2015 n Im Juli 2014 wurde nach Jahren des Widerstands vieler westafrikanischer Län­der das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen Economic Partnership Agreement (EPA) zwischen der EU und der Regionalgemeinschaft ECOWAS vereinbart. Die westafrikanischen Länder müssen ihre Märkte in den nächsten zwanzig Jahren um bis zu 75 Prozent für europäische Importe öffnen. Im Gegenzug wird ihnen weiter­hin zollfreier Zugang zum europäischen Markt gewährt. n Die Regierungen Westafrikas haben unterschiedliche Positionen: Während die Côte dIvoire das Abkommen sehr stark befürwortet, lehnt Nigeria es vehement ab. n Zwei Drittel der nationalen Parlamente müssen das Abkommen nun ratifizieren, da­mit es Gültigkeit erlangt. Bislang hat es das Abkommen in vielen Ländern jedoch nicht auf die Tagesordnungen der Parlamente geschafft nicht zuletzt aufgrund der Kritik von zivilgesellschaftlichen und politischen Akteuren. n Das Abkommen wird die notwendige Entwicklung der Region weder automatisch vorantreiben, noch muss es diese zwangsläufig ausbremsen. Politische, wirtschaftli­che und soziale Entwicklungen liegen in erster Linie in den Händen der westafrika­nischen Regierungen selbst. Erforderlich sind hierfür die Förderung der Infrastruktur, der Ausbau des intraregionalen Handels und vor allem der Aufbau von Industrien, um Wertschöpfungsketten zu schaffen.