INTERNATIONALE POLITIKANALYSE Arbeitsmarktpolitik in Uruguay Mit Mindestlöhnen und Kollektivverhandlungen zum Erfolg SIMONE REPERGER Juli 2015 n In den letzten zehn Jahren ist Uruguay in vielen Bereichen zu einem Laboratorium progressiver Politik geworden. Insbesondere die Arbeitsmarktpolitik gilt seit Antritt der Mitte-Links-Regierung im Jahr 2004 als Erfolgsbeispiel. n Der kleine Staat hat sich in kürzester Zeit von einem krisenanfälligen Land zu einem attraktiven Ort für Arbeitnehmer_innen und Unternehmer_innen entwickelt. Der Internationale Gewerkschaftsbund gruppierte Uruguay 2014 in seinem Global Rights Index in die Kategorie der»Länder mit den besten Arbeitsstandards« weltweit ein. n Dank einer aktiven Arbeitsmarktpolitik entstand ein neues Kräfteverhältnis zwischen der nun gestärkten Politik und dem zuvor dominanten Markt. Als Schlüssel zum Erfolg gelten die Stärkung der Kollektivverhandlungen, eine aktive Mindestlohnpolitik und der Kampf gegen die Schattenwirtschaft. So gelang es, große Teile der Bevölkerung am wieder einsetzenden Wirtschaftswachstum teilhaben zu lassen. n Eine unbewältigte Herausforderung ist die Jugendarbeitslosigkeit. 20 Prozent der 17- bis 25-Jährigen haben weder einen Arbeits- noch einen Studienplatz. Dieses Problem will die Regierung mit einem Jugendbeschäftigungsgesetz und einem innovativen Maßnahmenmix nun lösen.
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Arbeitsmarktpolitik in Uruguay : mit Mindestlöhnen und Kollektivverhandlungen zum Erfolg
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