STUDIE Wandel durch Annäherung? Reformaktivitäten europäischer Wohlfahrtsstaaten im Vergleich WOLFGANG SCHROEDER, SASCHA KRISTIN FUTH, BASTIAN JANTZ Juni 2015 Die sechs untersuchten Wohlfahrtsstaaten, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Österreich und Schweden haben sich im Zeitraum von 1998 bis 2014 inkrementell gewandelt. Die Wandlungen führten insgesamt zur graduellen Transformation der Wohlfahrtsstaaten in den betrachteten Ländern. Es wurden langfristige Veränderungen in den Zielsetzungen ebenso vorgenommen, wie sukzessive und sequentielle Veränderungen bereits vorhandener Instrumente, beziehungsweise wurden neue Instrumente eingeführt. In den drei untersuchten Politikfeldern, Arbeitsmarktpolitik, Familienpolitik und Rentenpolitik, ist eine Fokussierung auf den Arbeitsmarkt und eine Rekommodifizierung dominant. Hinzu treten neben der bereits beschriebenen Eigenverantwortung zunehmend Elemente der Privatisierung und Marktorientierung auf. In den vergangenen zwei Dekaden hat somit ein erheblicher Umbau der wohlfahrtsstaatlichen Sicherungssysteme mit dem überwiegenden Ziel der Arbeitsmarktpartizipation stattgefunden. Allerdings steht eine Anpassung der Sicherungssysteme an die heute vorherrschenden sozialen Risiken – insbesondere in Bezug auf kritische Übergänge sowie sich entgrenzende Erwerbsarbeit – im Lebensverlauf noch aus.
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Wandel durch Annäherung? : Reformaktivitäten europäischer Wohlfahrtsstaaten im Vergleich
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