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Jugendliche in Südosteuropa : lost in transition
Entstehung
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PERSPEKTIVE| FES REGIONALER DIALOG SÜDOSTEUROPA Jugendliche in Südosteuropa Lost in Transition DANE TALESKI UND BERT HOPPE Juli 2015 n In acht Ländern Südosteuropas sind zwischen 2011 und 2014 repräsentative Jugend­studien durchgeführt worden, ihre Ergebnisse sind beunruhigend: Ein großer Teil der Heranwachsenden ist unzufrieden mit dem Zustand der Demokratie, ist wenig tolerant und zeigt nur eine geringe Bereitschaft, sich politisch zu engagieren. n Arbeitslosigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse und Armut sind in ganz Südosteuropa die drängendsten Sorgen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, viele wollen daher emigrieren. Der anhaltende Braindrain stellt für die Entwicklung der Staaten der Region die größte Bedrohung dar. n In den Ländern, die sich um den Beitritt zur Europäischen Union bewerben, unter­stützten die meisten Jugendlichen den Integrationsgedanken; in den Ländern hinge­gen, die bereits Mitglieder der EU sind, zeigt sich die Jugend zu großen Teilen von der EU enttäuscht. n Initiativen am Arbeitsmarkt und im Bildungswesen, die Einbeziehung von Jugend­lichen in politische Prozesse insbesondere auf kommunaler Ebene sowie die Förde­rung der Mobilität könnten dazu beitragen, die Jugend im Land zu halten und dazu zu motivieren, sich für den demokratischen Wandel in Südosteuropa zu engagieren.