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Mobilität 4.0 : Perspektiven der Digitalisierung für den Personenverkehr
Entstehung
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Wirtschaft und Politik Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung September 2015 Mobilität 4.0 Perspektiven der Digitalisierung für den Personenverkehr Michael Clausecker, Richard Göbelt, Stefan Heimlich, Matthias Knobloch, Dr. Ralf Resch und Dr. Matthias Stoffregen Die Digitalisierung verändert bereits heute die Art und Weise, wie Menschen unterschiedliche Verkehrsträger nutzen: immer mehr Menschen planen ihre Transportkette täglich neu, vermei­den am Morgen auf dem Weg in die Stadt mit S-Bahn und Tram den Stau, um schon am Abend auf Fahrrad und Car-Sharing zu setzen. Während eine Vielzahl unterschiedlicher(Mega-)Trends das Mobilitätsangebot und seine Nachfrage kontinuierlich verändern, unterstützen neue IT-Ap­plikationen die Nutzung intermodaler Mobilitätsangebote mit ihrer immer neuen Aufteilung und Kombination unterschiedlicher Verkehrsträger. Gleichzeitig liefern dieseApps eine Fülle von Nutzerdaten, die den Anbietern helfen, ihre Angebote immer besser auf die Kundenbedürfnisse hin zu entwickeln.Schöne neue Welt mit großem Potential zur Lösung zentraler Mobilitäts-He­rausforderungen oderSündenpfuhl für den Missbrauch personenbezogener Daten? In jedem Fall erscheint ein sensibler regulativer Eingriff der Politik unumgänglich, um Chancen zu nutzen und gleichzeitig berechtigte Interessen der Menschen zu schützen. Rahmenbedingungen im Wandel Herausforderungen für die neue Mobilität Mobilität steht vor einer Reihe wichtiger Herausforderun­gen. Um ein solides Fundament einer nachhaltigen Mobili­tätsstrategie zu legen, müssen diese bereits in der konzep­tionellen Entwicklung mit berücksichtigt werden. Zu diesen Herausforderungen gehören sowohl Megatrends wie auch spezifische Trends der Mobilität oder der gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland: Wachstum: Die Mobilitätsnachfrage wächst und mit ihr der Druck auf Politik und Anbieter, diesem Trend mit geeig­neten Angeboten zu begegnen. Klimaschutz: Anders als Industrie, Haushalte oder Ener­giewirtschaft ist Mobilität der einzige der großen Sektoren dessen CO 2 -Emissionen weiter wachsen. Dennoch erwar­ten die Menschen die stetige Optimierung ihrer mobilen Möglichkeitsräume. Lärm: Während Fahr- und Flugzeuge zwar leiser werden, steigt die Lärmbelastung durch die Zunahme des Verkehrs insgesamt an. Gleichzeitig sinkt die Akzeptanz von Ver­kehrslärm in der Bevölkerung. Urbanisierung: Das Wachstum der Städte wird begleitet von einem dynamischen Wachstum des städtischen Ver­kehrs: immer mehr Menschen wollen morgens in die Stadt