PERSPEKTIVE| FES PRAG Eine Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen? Hintergründe zur ablehnenden Haltung Tschechiens LEONIE LIEMICH, THOMAS ÖLLERMANN UND ANNE SEYFFERTH Oktober 2015 n Bislang ist die Tschechische Republik weder ein Zuwanderungs- noch ein Transitland. Die Anzahl der Asylanträge ist seit Jahren konstant sehr niedrig und auch der Anteil der in Tschechien lebenden Ausländer_innen ist sehr gering. n Im Konzert mit den anderen Visegrádstaaten hat sich die Tschechische Republik von Beginn an ablehnend gegenüber einer Einführung von verbindlichen Quoten für die Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU ausgesprochen. n Diese ablehnende Haltung geht quer durch alle Parteien und wird auch von der Bevölkerung getragen. Unterschiede gibt es allerdings in der Rhetorik. n Während es in der Zivilgesellschaft auch Bewegungen gibt, die mehr Solidarität mit den Flüchtlingen fordern, schüren die meisten Medien Ängste und Vorurteile. n Die Debatte über verbindliche Verteilungsquoten und der Mehrheitsentscheid der EU-Innenminister_innen vom 22. September 2015 belasten das deutsch-tschechische Verhältnis so stark wie schon lange nicht mehr.
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Eine Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen? : Hintergründe zur ablehnenden Haltung Tschechiens
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