PERSPEKTIVE| FES NIGERIA Vom Heilsbringer zum»Baba-go-slow«? Eine Bestandsaufnahme nach Buharis ersten 100 Tagen im Amt SEIJA STURIES UND MARVIN KUMETAT November 2015 n Muhammadu Buhari ist der neue Mann an der Spitze des nigerianischen Staates. Er konnte die Wechselstimmung in der Bevölkerung für sich nutzen, hat aber durch das Versprechen eines Neuanfangs die Messlatte an die neue Regierung hoch angelegt. Der ehemalige Militär steht für eine»Politik der harten Hand« und hat sich insbesondere der Niederschlagung des Konflikts um Boko Haram und dem Kampf gegen Korruption verschrieben. n Die Bilanz nach Buharis ersten 100 Tagen im Amt fällt durchwachsen aus. Im Kampf gegen die islamistischen Fundamentalist_innen Boko Harams wurden erste wichtige Schritte unternommen und Erfolge erzielt. Ein konsequenteres Vorgehen gegen Korruption macht potenziellen Delinquent_innen deutlich, dass es unter Buhari kein business as usual mehr geben wird. Für das Ankurbeln der kränkelnden Wirtschaft fehlt jedoch nach wie vor eine klare Vision. n Nach einem euphorischen Wahlkampf, in dem Buhari mitunter als Heilsbringer eines herbeigesehnten»change« zelebriert wurde, setzt nun langsam dessen Entzauberung ein. Buharis Gegner_innen, aber auch Anhänger_innen bemängeln das in ihren Augen zu gemächliche Tempo im Angang wichtiger Problemfelder und Regierungsaufgaben. Auch die Besetzung wichtiger Ämter sowie die Nominierung potenzieller Minister_innen lassen Zweifel daran aufkommen, ob Buhari willens und/oder in der Lage ist, tatsächlich einen radikalen Neuanfang zu wagen.
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Vom Heilsbringer zum "Baba-go-slow"? : eine Bestandsaufnahme nach Buharis ersten 100 Tagen im Amt
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