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Digitalisierung der Arbeit
Entstehung
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MRZ 2016 MANAGERKREIS DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG Digitalisierung der Arbeit Die Digitalisierung verändert die Arbeit. Positiven Wirkungen und Chancen stehen Risiken gegenüber. In der Diskussion besteht Einigkeit darüber, dass sich die enormen Potenziale der Digitalisierung dauerhaft nur unter zwei Bedingungen wirtschaftlich nutzen lassen: Über flexible Arbeit und mehr Teilhabe der Beschäftigten. Dazu müssen die Gestaltungsstrategien die bestehenden Rechte nutzen. Gleichzeitig macht der Charakter der Veränderungen aber auch neue Regulierung notwendig. Offensichtlich ist zudem, dass die Gestaltung der Arbeit durch bessere Personalarbeit unterstützt werden muss. Die Gestaltung der Digitalen Arbeit bietet den Sozialpartnern die Chance, die industriellen Beziehungen zu modernisieren und bestehende Lücken in der Regulierung der Arbeit gemeinsam zu schließen. Heinrich Tiemann Einführung In der Diskussion zur Digitalisierung werden vor allem die technischen Notwendigkeiten sowie die wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Chancen hervorgehoben. Danach flexibilisieren Industrie 4.0, Cloud und Big Data die Arbeit in Ort, Zeit und Struktur. Sie machen unter den Be­dingungen volatiler Märkte die Arbeit effizienter und pro­duktiver. Jobs fallen weg, neue entstehen. Die Grenzen zwi­schen Produktion und Dienstleistungen verschwimmen und generieren neue Produkt-, Dienstleistungs- und Geschäfts­modelle. Die Wertschöpfung verschiebt sich in vielen Bran­chen. Dabei entstehen neue Organisations- und Arbeitsfor­men mit kreativen und innovativen Tätigkeiten. Sie bieten Chancen zum selbstbestimmten Arbeiten und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gleich­zeitig lösen sich die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit tendenziell auf. Insgesamt werden beachtliche zusätzliche Wertschöpfung und Wohlstandsgewinne möglich. Schließ­lich hilft die digitale Technik, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die Folgen des demografischen Wandels für die Arbeitswelt abzumildern. Vermehrt kommen auch nachdenkliche Stimmen zu Wort. Neben den Chancen setzen sie sich mit den sozialen He­rausforderungen und Risiken der Digitalisierung auseinan­der. Sie betonen die Offenheit und Gestaltbarkeit der Di­gitalen Arbeit und ihrer Folgen. Im Interessenausgleich von Arbeitskräften und Unternehmen, Sozial- und Tarifpartnern, Wissenschaft und Politik entscheidet sich die zukünftige Or­ganisation der Arbeit. Die Gestaltung der Digitalen Arbeit, das sind drei Risiken,