PERSPEKTIVE| FES MOSAMBIK »Nashörner, Piraten und Kokain« Zur aktuellen Situation von Frieden und Sicherheit im Südlichen Afrika KATHARINA HOFMANN DE MOURA Februar 2016 n Das Südliche Afrika steht nach Bürgerkriegen sowie Konflikten nach dem Ende von Kolonialisierung und Apartheid für einen friedlichen Wandel in den 1990er-Jahren. Trotz des Ausbleibens kriegerischer Auseinandersetzungen in den 2000er-Jahren stehen die Staaten der Region jedoch enormen entwicklungs- und sicherheitspolitischen Problemen gegenüber, die ihre noch nicht konsolidierten Demokratien belasten. Transnationale organisierte Kriminalität, maritime(Un-)Sicherheit und machtpolitische Verteilungskämpfe sind aktuelle Herausforderungen für den Erhalt von Frieden und Stabilität in der Region. n Ebenso ist die soziale und wirtschaftliche Spaltung der Region eine sicherheitspolitische Herausforderung: Die Ausbeutung und der Ausverkauf der ressourcenreichen Region an private und staatliche Unternehmen führen zu wachsenden Ungleichheiten in der Arbeitswelt, Umweltzerstörung und Landraub sowie erheblichen sozialen Spannungen. n Demokratisierung bleibt zwar die zentrale Triebfeder für Sicherheit und Frieden sowie regionale Integration. Darüber hinaus ist jedoch auch die erfolgreiche wirtschaftliche Transformation und Umverteilung eine Grundvoraussetzung für den Erhalt von Frieden im Südlichen Afrika. n Sicherheitspolitische Herausforderungen und mögliche Lösungsstrategien auf dem heterogenen afrikanischen Kontinent sollten angesichts der vielfältigen globalen sicherheitspolitischen Krisen des Jahres 2015 und ihrer Auswirkungen im Bereich von Flucht und Migration in Europa deutlich größere Aufmerksamkeit erfahren.
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"Nashörner, Piraten und Kokain" : zur aktuellen Situation von Frieden und Sicherheit im Südlichen Afrika
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