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Stolpersteine auf dem Friedensweg : die Perspektiven für den Friedensprozess in Kolumbien
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PERSPEKTIVE| FES KOLUMBIEN Stolpersteine auf dem Friedensweg Die Perspektiven für den Friedensprozess in Kolumbien LOTHAR WITTE März 2016 n Die Verhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC über die Beendigung des bewaffneten Konflikts stehen kurz vor dem Abschluss. Es muss aber noch viel geschehen, bis in Kolumbien wirklich Frieden herrschen wird. n Die rechtlichen Voraussetzungen zur Legitimierung der Ergebnisse sind weitgehend geschaffen. Die Details wurden so gestaltet, dass eine Zustimmung wahrscheinlich ist, auch wenn ein großer Teil der Bevölkerung die Verhandlungsergebnisse kritisch bewertet. n Um den Friedensprozess abzusichern, ist ein vielfältiges Programm erforderlich. Zen­tral sind die friedliche Reintegration der FARC-Kämpfer_innen in das zivile Leben, die schnellstmögliche Ausweitung der Präsenz staatlicher Institutionen in den periphe­ren Regionen und deren Eingliederung in die nationale Ökonomie. n Ob das zentrale Problem der kolumbianischen Gesellschaft die hohe Konzentration der ökonomischen, sozialen und politischen Machtressourcen überwunden wer­den kann, ist fraglich. Die herrschenden Eliten werden einen solchen Prozess kaum unterstützen, und die gesellschaftlichen Gegeneliten sind zu schwach, um sie dazu zu zwingen. Daher wird der Frieden in Kolumbien weiterhin fragil bleiben.