PERSPEKTIVE| FES PERU Wahlkampf mit Überraschungen in Peru – Ausgang offen Astrid Becker April 2016 n Am 10. April sind die Peruaner_innen zu allgemeinen Wahlen aufgerufen. Der Präsident oder die Präsidentin wird in direkter Wahl bestimmt; erzielt keiner der Kandidat_innen die absolute Mehrheit, findet am 5. Juni eine Stichwahl zwischen den beiden Erstplatzierten des ersten Wahlgangs statt. Für die 130 Sitze im Kongress stellen sich über 2 000 Personen zur Wahl. Sollte das Abstimmungsergebnis der Präsidentschaftswahl sich im Kongress widerspiegeln, wird die konservative Fuerza Popular die mit Abstand größte Fraktion bilden. n Der Ausgang der Präsidentschaftswahl ist aktuellen Umfragen zufolge offen: In einer Wahlsimulation vom 1. April führt Keiko Fujimori(Fuerza Popular) mit 40,8 Prozent der gültigen Stimmen. Ein weiterer Kandidat sowie eine Kandidatin ringen um den Einzug in die Stichwahl. Zentrale Themen des Wahlkampfes waren, neben der Bekämpfung von Kriminalität und Korruption, Strategien zur Steigerung des Wirtschaftswachstums. n Eine neue Rolle spielen die Wahlbehörde ONPE(Oficina Nacional de Procesos Electorales) und der Wahlgerichtshof JNE(Jurado Nacional de Elecciones). Zum einen werden bei diesen Wahlen die geltenden Regelungen zur Garantie innerparteilicher Demokratie intensiver angewendet als bei bisherigen Wahlen. Darüber hinaus führen Änderungen im Wahlrecht, vor allem das Verbot von Wahlgeschenken, zu vielfältigen Anschuldigungen gegen zahlreiche Kandidaturen, über die der JNE entscheiden muss. Zwei aussichtsreiche Kandidaten auf das Präsidentenamt wurden deswegen Mitte März bereits ausgeschlossen.
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Wahlkampf mit Überraschungen in Peru - Ausgang offen
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