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Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt
Entstehung
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Katharina Dengler DIREKT 17/ 2016 FOLGEN DER DIGITALISIERUNG FÜR DIE ARBEITSWELT 1 AUF EINEN BLICK Die Digitalisierung wird unsere Arbeitswelt verändern, was für einzelne Berufe unterschiedliche Folgen hat. Die Ermittlung von Substituierbarkeitspotenzialen von Berufen in Deutschland kann das Ausmaß bestimmen, wie berufliche Tätigkeiten heute schon durch Computer oder computergesteuerte Maschinen ersetzt werden könnten. Die Ergebnisse zeigen, dass Befürchtungen eines massiven Beschäftigungsabbaus derzeit unbegründet sind. Die fortschreitende Digitalisierung wird auch unsere Arbeitswelt verändern. Dies hat für einzelne Berufe ganz unterschiedliche Folgen. Vielfach werden Befürchtungen geschürt, dass die fortschreitende Digitalisierung viele Menschen zukünftig vom Arbeitsmarkt verdrängt. Eine sehr populäre Studie aus den USA von Frey und Osborne besagt, dass fast die Hälfte der Be­schäftigten in den USA in den nächsten zehn bis 20 Jahren durch computergesteuerte Maschinen ersetzt werden könnte. 2 Diese Studie wird häufig als Grundlage für die Berechnung von Automatisierungswahrscheinlichkeiten für Deutschland verwendet, indem die amerikanischen Werte durch Umkodierung der ameri­kanischen Berufe in deutsche Berufe übertragen werden. 3 Diese Studien kommen oftmals zu ähnlich hohen Werten für Deutschland. ARBEITSWELT 4.0 für jeden Beruf durch den Anteil der Routine-Tätigkeiten bestimmt, der schon heute von Computern oder computergesteuerten Maschinen nach programmierbaren Regeln erledigt werden könnte. 5 So können Tätigkeiten wieSortieren oderBerechnen bereits heute von Computern erledigt werden, während Tätig­keiten wieManagen oderBeraten lediglich durch Computer unterstützt werden können. Das Substituierbarkeitspotenzial konzentriert sich nur auf die technische Machbarkeit, Tätigkeiten durch Computer oder computergesteuerte Maschinen zu ersetzen. Rechtliche und ethische Hürden, aber auch kostentechnische Gründe, werden nicht berücksichtigt. Als Datengrundlage werden berufskundliche Informationen aus der Expertendaten­bank BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit verwendet. Somit können die Spezifika des deutschen Arbeitsmarktes und Bildungssystems unmittelbar berücksichtigt werden. 6 SUBSTITUIERBARKEITSPOTENZIALE NACH ANFORDERUNGSNIVEAU Die Ergebnisse werden für verschiedene Berufsaggregate dar­gestellt. Zunächst wird das Substituierbarkeitspotenzial differenziert nach den Anforderungsniveaus der Klassifikation der Berufe (KldB) 2010 betrachtet(Abbildung 1). Man würde erwarten, dass das Substituierbarkeitspotenzial mit steigendem Anforderungs­niveau sinkt. Die Ergebnisse zeigen aber, dass sowohl Helferberufe, für die typischerweise keine berufliche Ausbildung erforderlich ist, als auch Fachkraftberufe, die in der Regel eine mindestens zweijährige Berufsausbildung voraussetzen, ein ähnlich hohes Substituierbarkeitspotenzial von ca. 45 Prozent aufweisen. Das bedeutet, dass circa 45 Prozent der Tätigkeiten in Helfer- oder Dengler und Matthes hingegen bezweifeln die Übertragbarkeit der Studie von Frey und Osborne auf Deutschland und berechnen > sogenannte Substituierbarkeitspotenziale von Berufen durch Digitalisierung direkt für Deutschland. 4 Das Substituierbarkeits­potenzial sagt etwas darüber aus, in welchem Ausmaß Berufe gegenwärtig(im Jahr 2013) potenziell durch Computer oder computergesteuerte Maschinen ersetzt werden können. Es wird