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Zwischen Kommen und Bleiben : ein gesellschaftlicher Querschnitt zur Flüchtlingspolitik
Entstehung
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Bemerkungen zur Lage unserer Tage Zur Person Aiman A. Mazyek Aiman A. Mazyek, geboren 1969 in Aachen, studierte Arabistik in Kairo und Phi­losophie, Ökonomie und Politische Wissenschaft in Aachen. Zwischen 1993 und 1998 absolvierte er zudem eine Reihe von Islam­studien bei anerkannten Wissen­schaftlern und Theologen. Seit 1994 ist er Mitglied der Vollversammlung des ­Zentralrates der Muslime in Deutschland(ZMD) und arbeitete von 2001 bis 2004 hauptamtlich als Pressesprecher. 2006 wurde er als dessen ehrenamtlicher Gene­ralsekretär in den Vorstand gewählt und seit 2010 ist ­Mazyek dessen Vorstands­vorsitzender. 1996 gründete er die Internetpräsenz www.islam.de, heute das größte und bekannteste deutschsprachige muslimische Internetportal. Mazyek arbeitet als freier Publizist und Medienberater und ehrenamtlich in zahlreichen ­Initiativen, darunter die Christlich-Islamische Gesellschaft in Köln, als Mitglied der Deutschen Islamkonferenz sowie als Mentor der Deutschlands­ tiftung Integration. 52 Kapitel 1 Integration und inter‑ religiöser Dialog Herausforderungen für die Kirche Bischof Dr. Gerhard Feige D ie Aufgaben, die sich durch Migration und Flucht von Menschen an­derer Herkunft in unsere Gesellschaft stellen, gehören zu den dring­lichsten politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Hierbei weiß sich die Kirche in verschiedener Hinsicht in Pflicht genom­men. Mit der wachsenden Zahl muslimischer Einwanderer kommen in unseren Städten und Gemeinden verschiedene Religionen und Kulturen miteinander in Berührung. Das kann zu Ängsten und Vorurteilen bis hin zu massiver Fremdenfeindlichkeit führen; es kann aber für alle Seiten auch eine Chance sein, über den eigenen Horizont hinauszuschauen, einander mit Respekt zu begegnen und bei aller Unterschiedlichkeit auch Ver­bindendes zu entdecken.Wenn die Kirche ihrem Auftrag gerecht wer­den will, muss sie sich gegenüber den Angehörigen anderer Religionen öffnen und mit ihnen in den Dialog treten. 1 Darüber hinaus ist die Kir­che aber angesichts der dramatischen Situation in verschiedenen Krisen­gebieten und angesichts eines erschreckenden Ausmaßes an Fremden­feindlichkeit in unserer Gesellschaft auch besonders gefordert, ihrer An­waltschaft für Flüchtlinge und Fremde gerecht zu werden. Dabei besitzt die Integration von Migranten eine Schlüsselfunktion. Das hat auch mit der Sendung und dem Selbstverständnis der Kirche zu tun, denn ­unter den Geboten Gottes kommt kaum etwas dem Schutzgebot gegen­über und Muslime Partner im Dialog. Arbeitshilfe der deutschen Bischöfe, 2006, Nr. 38, S. 15.  53