PERSPEKTIVE| FES WASHINGTON Kontinuität versus? US-Außenpolitik nach der Wahl JASON BRUDER Oktober 2016 Donald Trumps Aufstieg wurde durch den Frust und Ärger der amerikanischen Bürger begünstigt. Es herrscht ein greifbares Gefühl der ökonomischen und physischen Unsicherheit samt der Überzeugung, dass das System gegen einfache Bürger arbeitet. Hillary Clintons Erfahrungen und ihr Status als Teil des politischen Establishments stellen bei einer Wahl, in der das Volk den Eliten einen Denkzettel verpassen will, eine Belastung dar, was so nicht erwartet wurde. Die politische Linke ist in Bezug auf die Regierungszeit ihres Ehemannes in den 1990er Jahren skeptisch und es ist nicht klar, inwieweit sie sich für ihre Agenda einsetzen wird. Trumps Positionen sind vage und wechselhaft, wobei er angedeutet hat, mit der seit Jahrzehnten verfolgten außenpolitischen Linie gegenüber Europa zu brechen, während Clinton voraussichtlich den traditionellen Ansatz beibehalten und versuchen wird, wieder in bestehende Beziehungen zu investieren, unter anderem mit Deutschland.
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