STUDIE Die kalifornische Herausforderung Wie disruptive Geschäftsmodelle(nicht) zu regulieren sind STEVEN HILL Oktober 2016 n Der neueste Trend aus dem Silicon Valley ist bekannt unter dem Namen»Sharing Economy« – auch bezeichnet als»Gig Economy«,»On-Demand-Economy«,»Peerto-Peer Sharing« oder»Collaborative Consumption«. Dutzende»disruptiver« Unternehmen wie Uber, Airbnb, Upwork, TaskRabbit, Lyft, Instacart und Postmates finden bei Verbraucher_innen großen Anklang, ebenso wie bei Menschen, die ihr Eigentum (Immobilien und Autos) zu Geld machen wollen oder flexible Kurzzeitjobs suchen. n Viele dieser neuen Unternehmen folgen der Philosophie eines extremen»Wirtschaftslibertarismus« und entziehen sich dabei jeglicher Regulierung sowie der Zahlung lokaler Steuern. Mit nur wenig mehr als einer Webseite und einer App, wenigen Führungskräften und einigen Festangestellten nutzen sie die neuen Technologien, um ein riesiges Heer an Freiberufler_innen, Auftragnehmer_innen und Zeitarbeiter_innen zu steuern. n Jüngste Versuche, diese Unternehmen von behördlicher Seite zu regulieren, scheiterten oftmals daran, dass sie das besondere Wesen dieser Plattformen nicht erfassen. Insbesondere die weit verstreuten Arbeitskräfte sowie der anonyme Charakter auch der finanziellen Transaktionen erschweren den Zugriff auf die für eine Regulierung nötigen Daten. Zugleich nutzen die Unternehmen erhebliche Ressourcen, um sich den Regulierungsversuchen mit ausgefeilten politischen und juristischen Manövern zu widersetzen. n Die Markteinführung dieser Geschäftsmodelle fand in Kalifornien bzw. in den USA einige Jahre früher statt als in Deutschland und Europa. Aus diesem Abstand lassen sich einige Lehren ziehen. Dabei deutet sich u. a. an, dass die Veränderungen der Arbeitswelt mittlerweile weiter fortgeschritten sind, als aus traditionellen Beschäftigungsstatistiken hervorgeht. Global e Gewerkschaftspolitik
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Die kalifornische Herausforderung : wie disruptive Geschäftsmodelle (nicht) zu regulieren sind
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