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Zurück in die Zukunft : Argentiniens Wandel in der Wirtschaftspolitik
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PERSPEKTIVE| FES ARGENTINIEN Zurück in die Zukunft Argentiniens Wandel in der Wirtschaftspolitik DÖRTE WOLLRAD November 2016 n Als im November 2015 der konservative Kandidat Mauricio Macri die Stichwahl um das Präsidentenamt überraschend gewann, galt es als dringlichste Aufgabe, das Wirtschaftsmodell zu reformieren, welches das Land in den vergangenen zwölf Jah­ren zunächst aus dem Staatsbankrott geführt hatte, dann aber in die nächste Krise manövrierte. Seit fast einem Jahr verändert die neue Regierung nun die argentini­sche Wirtschaft mit beängstigenden Auswirkungen. n Bei steigender Inflation und Arbeitslosigkeit und angesichts einer Armutsrate, die laut neusten Untersuchungen 32 Prozent beträgt gegenüber der Vorgängerregie­rung Kirchner ein weiterer Anstieg um vier Prozent, benötigt die Macri-Regierung nichts dringender als Investitionen. Diese bleiben jedoch aus. n Die Regierung Macri hat ein schwieriges Erbe angetreten. Diese Aufgabe jedoch mit wirtschaftspolitischen Konzepten aus der Vergangenheit anzugehen und auch im Umgang mit dem politischen Gegner nicht die dringend erforderliche Veränderung zu wagen, gibt wenig Anlass zu Optimismus, dass das Land einen Ausweg aus sei­nem Krisenzyklus finden wird.