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Der Blick der Anderen : deutsche Ostpolitik aus Sicht der Partner
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INTERNATIONALE POLITIKANALYSE Der Blick der Anderen Deutsche Ostpolitik aus Sicht der Partner MATTHIAS JOBELIUS UND PEER TESCHENDORF(HRSG.) April 2017 n Nach anfänglicher Sorge vor einem Wiedererstarken Deutschlands nach der Wieder­vereinigung wuchsen mit der Zeit die Erwartungen an Deutschland, sich außenpoli­tisch gemäß seinem wirtschaftlichen und politischen Gewicht einzusetzen. n In der Ukraine-Krise war zu beobachten, dass Deutschland diese neue Rolle zuneh­mend akzeptiert. Zugleich zeigt sich in den Bewertungen der deutschen Ostpolitik seitens der Partner aber deutlich, was mit den Erwartungen an ein stärkeres deut­sches Engagement verbunden wird. n Die Heterogenität der Erwartungen, Interessen und Sorgen insbesondere in Bezug auf Russland und die Krim-Annexion, erschweren eine gemeinsame Politik der EU. Deutschlands Haltung gegenüber Russland wird zwar von vielen als zu zurückhal­tend angesehen, dennoch wird eine koordinierende Rolle Berlins in der EU-Ostpolitik akzeptiert. n Der Wunsch nach einer stärkeren Rolle Deutschlands ist folglich nicht als Auffor­derung zu Führung oder gar Dominanz zu verstehen. Vielmehr wird erhofft, dass Deutschland die Koordination und Integration der Partner innerhalb der EU ermög­licht.