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Flüchtlingszuwanderung und bürgerschaftliches Engagement
Entstehung
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betrifft: Bürgergesellschaft 42 Februar 2016 Flüchtlingszuwanderung und bürger­schaftliches Engagement Jutta Aumüller t t DerNeuigkeitswert im gegenwärtigen Engagement für Flüchtlinge liegt in der enorm ge­stiegenen quantitativen Dimension, in der besonderen Struktur dieses Engagements und in der Entstehung vielfältiger und innovativer Engagementformen. t t Die Haltung der örtlichen Bevölkerung ist fast immer dreifach geteilt: Es gibt die Gruppe derjenigen, die kompromisslos gegen Zuwanderung sind, und es gibt die Gruppe derjeni­gen Menschen, die grundsätzlich offen für Zuwanderung sind. Die anteilsmäßig größte Gruppe von schätzungsweise 60 % bildet dieambivalente Mitte. Sie besteht aus jenen Gruppen in der lokalen Bevölkerung, die auf gesellschaftliche Wandlungsprozesse häufig mit Verlustängsten reagieren, zugleich aber wenig Kontakte zu Flüchtlingen und Zugewan­derten haben. Sie müssen in ihren Wertvorstellungen und Emotionen angesprochen wer­den, um sie in eine unterstützende Haltung einzubinden. t t Die Formvielfalt des Engagements reicht von Sachspenden über Alltagsbetreuung bis zu unterschiedlichsten innovativen Projekten. Begünstigend ist, dass die Freiwilligen selbst bestimmen können, wie intensiv ihre Berührungspunkte mit den Flüchtlingen sind. Es exis­tiert ein breiter Einstiegskorridor. t t Ehrenamtliche Unterstützungsinitiativen haben nicht nur eine wichtige Funktion für ver­besserte Betreuungs- und Integrationsangebote, sondern können auch Anwohnerreaktio­nen auf die Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften positiv prägen. t t Die Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten erfordert in den Kommunen eine pro­fessionelle Struktur für solche Bereiche, für die Ehrenamtliche nicht zuständig sein wollen oder können. Beispielgebend ist das Konzept zur Aufnahme und Integration von Flüchtlin­gen in Bremen(2013), das eine klare Arbeitsteilung zwischen professionellem und ehren­amtlichem Handeln vornimmt. www.fes.de/buergergesellschaft Der Arbeitskreis wird gefördert von der Erich-Brost-Stifung. Leitung: Willi Brase, MdB. Koordination: Dr. Stefanie Elies, Forum Politik und Gesellschaft, Friedrich-Ebert-Stiftung, 10785 Berlin, E-Mail: stefanie.elies@fes.de Arbeitskreis Bürgergesellschaft und Demokratie