betrifft: Bürgergesellschaft 43 Februar 2016 Stärkung der Zivilgesellschaft in der Flüchtlingshilfe Die Perspektive der bürgerschaftlich Engagierten Misun Han-Broich t t Das Engagement in der Flüchtlingshilfe hat in Deutschland ein überwältigend großes Ausmaß angenommen. Das ist Ausdruck eines starken zivilgesellschaftlichen Engagements von unten und gelebter Demokratie. Darin zeigt sich auch die integrierende Funktion der Zivilgesellschaft. Bürgerschaftliches Engagement erweist sich als ein unverzichtbarer Baustein zur Integration – für die Geflüchteten ebenso wie für die Freiwilligen und die Gesellschaft. t t Eine weitere Mobilisierung zivilgesellschaftlichen Engagements scheint derzeit nicht notwendig. Notwendig ist aber, der vorhandenen Bewegung und Hilfsbereitschaft in der Zivilgesellschaft eine neue Form der Förderung und Anerkennung zuteil werden zu lassen. t t Integration umfasst neben der kognitiv-kulturellen und der sozial-strukturellen auch eine seelisch-e motionale Dimension, betrifft also neben dem Denken und Handeln auch das Fühlen. t t Bürgerschaftliches Engagement für Flüchtlinge entfaltet seine größte Wirkung in der seelisch-emotionalen Integration. Durch den Aufbau persönlicher Beziehungen stehen die Ehrenamtlichen den Flüchtlingen bei der Überwindung ihrer seelisch belastenden Vergangenheits- und Gegenwartsprobleme zur Seite. So werden seelisch-emotionale Blockaden mit ehrenamtlicher Hilfe überwunden und die Flüchtlinge aufgeschlossen für weiterführende Integrationsschritte. In diesem Sinne erweist sich das Ehrenamt als ein unverzichtbarer Baustein zur Integration. www.fes.de/buergergesellschaft – Der Arbeitskreis wird gefördert von der Erich-Brost-Stifung. Leitung: Willi Brase, MdB. Koordination: Dr. Stefanie Elies, Forum Politik und Gesellschaft, Friedrich-Ebert-Stiftung, 10785 Berlin, E-Mail: stefanie.elies@fes.de Arbeitskreis Bürgergesellschaft und Demokratie
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