Verteilung nach Bedarf Viele Menschen sind Anhänger dieser Idee: Wer in einer Notsituation ist, bekommt die Hilfe, die er gerade braucht. Das funktioniert im Gesundheitswesen so: Wer eine bestimmte Krankheit hat, bekommt die Behandlung, die er oder sie braucht. Wer gesund ist, bekommt keine Hilfe – weil er diese nicht braucht. Es funktioniert auch so in der Sozialhilfe: Wer keine Arbeit hat, bekommt Geld vom Staat. Wer genug eigenes Geld verdient, bekommt keine Sozialhilfe. Beide Prinzipien sind wichtig: Man muss berücksichtigen, was Menschen geleistet haben. Aber auch was sie brauchen. Wer viel leisten kann, sollte sich freuen, dass er gesund ist und eine guten Job hat. Er oder sie kann ohne Probleme etwas mehr für die Gesellschaft abgeben. Schließlich können starke Schultern mehr tragen als schwache. 3.4 WAS WILL DIE SOZIALE DEMOKRATIE? Die Soziale Demokratie möchte, dass alle Menschen ihre Freiheitsrechte auf dieselbe Weise erleben können. Haben Menschen weniger gute Chancen, soll der Staat sie fördern und unterstützen. Schutzrechte und Förderrechte: Siehe Kapitel 2, Seite 24 37
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