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Die europäische Verteidigungsindustrie : französische Empfehlungen für die Stärkung der europäischen Verteidigungspolitik
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FES PARIS Die europäische Verteidigungsindustrie Französische Empfehlungen für die Stärkung„ der europäischen Verteidigungspolitik ELISABETH GUIGOU UND GWENDAL ROUILLARD September 2017 Die Veröffentlichung der Global Strategy der EU im Jahr 2016 ist trotz aller Schwä­chen ein wichtiger Schritt zur Ausarbeitung eines Weißbuchs über die EU-Verteidi­gung. Der institutionelle Rahmen der EU für die europäische Verteidigungspolitik (Ministertreffen, Haushalt, Nachrichtendienstpolitik) und der europäische Pfeiler in­nerhalb der Nato(Hauptquartier, Ständige Strukturierte Zusammenarbeit, Kapazitä­ten) sollen ausgebaut werden. Ein weiteres Ziel ist die strategische Autonomie im industriellen Bereich(Kooperation mit Wissenschaft, Forschung und Rüstungsunter­nehmen, Erhöhung des Forschungsbudgets). Nach dem Brexit gilt es für Frankreich, die militärische Zusammenarbeit mit Großbri­tannien weiterhin zu pflegen und die Partnerschaft mit Deutschland auf eine neue Stufe zu heben. Um eine starke und souveräne Rüstungsindustrie Europas sicherzu­stellen, sollen auch Konsolidierungen und Finanzierungsmöglichkeiten(Investitions­fonds, Kontrolle von Beteiligungen) erleichtert werden. Hierbei können Organisatio­nen wie die Gemeinsame Organisation für Rüstungszusammenarbeit bei Rüstungs­und Forschungsprogrammen für Synergien sorgen. Zur Stärkung des europäischen Verteidigungshaushaltes könnten die von der euro­päischen Kommission vorgeschlagenen Finanzierungsmaßnahmen mit einem Buy European Act ergänzt werden. Mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäi­schen Unternehmen wäre es auch wichtig, die Exportpolitik besser zu koordinieren und den innergemeinschaftlichen Handel zu vereinfachen.