PERSPEKTIVE| FES BERLIN Von Abkommen und Voneinanderabkommen Die Handelspartnerschaft der EU mit Afrika ELISABETH BOLLRICH November 2017 n Der Afrika-EU-Gipfel am 29. und 30. November 2017 in Abidjan(Côte d‘Ivoire) bietet die Möglichkeit, eine strategische Diskussion darüber zu führen, wie langfristige gemeinsame Interessen und wirtschaftliche Zusammenarbeit in ein Post-CotonouAbkommen nach 2020 einfließen könnten. Da die kontroversen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen(EPAs) über den Handel zwischen der EU und den afrikanischen Ländern bisher zu der Wahrnehmung beitrugen, dass die EU vor allem eigennützige Freihandelsforderungen statt einer Entwicklungspartnerschaft durchsetzen möchte, sollte das Thema auf dem Gipfel nicht erneut ausgeklammert werden. n Die Auswirkungen der EPAs lassen sich nur schwer abschätzen. Sie sollten aber keinesfalls die Bemühungen afrikanischer Staaten konterkarieren, ihre Exporte zu diversifizieren, um sich von ihrer Rolle als Rohstofflieferanten zu lösen. n Die EU-Kommission sollte sich gegenüber den Befürchtungen der afrikanischen Länder flexibel zeigen und die noch nicht unterzeichneten EPAs anpassen. Schließlich sind Sequenzierung und Geschwindigkeit der Handelsliberalisierung ausschlaggebend, wenn der Handel die geforderte Industrialisierung auf dem afrikanischen Kontinent nicht behindern soll.
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Von Abkommen und Voneinanderabkommen : die Handelspartnerschaft der EU mit Afrika
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