Deswegen setzt sich die Soziale Demokratie für eine gemeinsame Europäische Armee ein. Diese EU-Armee nimmt die nationalen Armeen zum Teil in sich auf. Die Mitgliedstaaten kaufen gemeinsam die Waffen und Verteidigungssysteme für die Armee. Die Armee hat ein gemeinsames Hauptquartier, wo die Soldaten für militärische Aktionen und für Friedensarbeit trainieren. Und die EU bekommt ein eigenes Verteidigungsministerium, das die gemeinsamen Entscheidungen trifft. Mit einer gemeinsamen Armee kann jedes Land viel Geld sparen. Und Europa wird weiter zusammenwachsen. Doch dieser Schritt funktioniert nur, wenn die Bürger und Staaten in Europa es wirklich wollen. Wie stehen die Chancen für diese Reformidee? Im Moment haben die kleineren Länder mehr Interesse an einer EU-Armee als die größeren. Die Kleinen sehen als Vorteil: mehr Sicherheit für weniger Geld. Die Großen sehen als Nachteil: viel länger verhandeln, weniger Kontrolle über die eigenen Truppen. Trotz dieser Zweifel arbeiten die europäischen Armeen gerne und immer öfter zusammen. Die einzelnen Länder sprechen untereinander ab, was sie an gemeinsamen Missionen beitragen. So gab es in den letzten Jahren schon 30 erfolgreiche Zusammenarbeiten. Wahrscheinlich ist das weitere Zusammenwachsen eine Frage der Zeit. 103
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