PERSPEKTIVE Die Zukunft der Arbeit beginnt jetzt! Wie der Wandel in Lateinamerika gestaltet werden kann UTA DIRKSEN April 2018 n CEPAL und OECD schätzen, dass 3,38 Millionen Arbeitsplätze durch den technologischen Wandel vernichtet werden. Verluste werden vor allem in der Industrie, in einigen Dienstleistungssektoren und im Bausektor prognostiziert. Zwar wird auch die Entstehung von neuen Arbeitsplätzen in anderen Sektoren vorhergesagt, doch sind sich die Expert_innen einig, dass Lateinamerika insgesamt Verluste erleiden wird. Wie hoch diese ausfallen werden, ist jedoch umstritten: Prognosen reichen von einem bis zu 67 Prozent. n Die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung zur Zukunft der Arbeit steht in Lateinamerika noch am Anfang. Bisher existieren nur wenige Studien zu den Auswirkungen auf einzelne Länder oder Sektoren und die wissenschaftliche Debatte in der Region nimmt erst langsam Fahrt auf. Die Gewerkschaften haben jedoch begonnen, Strategien für einzelne Sektoren zu entwickeln und Forderungen für eine neue Arbeitsgesetzgebung zu formulieren. Einzelne Regierungen haben ihre Entwicklungsstrategie bereits angepasst. n Um Verwerfungen aufzufangen und auch in Zukunft gute Arbeitsbedingungen zu schaffen, müssen soziale Sicherungssysteme reformiert und ausgebaut, Qualität und Zugang zu Bildung sowie Aus- und Fortbildung verbessert und Arbeitnehmer_innenrechte gestärkt und an die neuen Bedingungen angepasst werden. Die Parameter dieser Zukunft müssen im sozialen Dialog ausgehandelt werden.
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Die Zukunft der Arbeit beginnt jetzt! : Wie der Wandel in Lateinamerika gestaltet werden kann
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