Q&A: Europäische Debatten zum Thema Migration Zurück zu den Wurzeln: Warum fordert die dänische Sozialdemokratie eine restriktive Einwanderungspolitik? PETER NEDERGAARD KOPENHAGEN 2018 Während der letzten hundert Jahre stellten die Socialdemokraterne in Dänemark die meiste Zeit die Regierung. Die Vormachtstellung endete jedoch Anfang der 2000er-Jahre. Mit dem Ziel, Wählerstimmen zurückzugewinnen und Belastungen des dänischen Wohlfahrtssystems zu reduzieren, wirbt die Partei seit diesem Jahr für eine neue, restriktive Einwanderungspolitik. Demnach soll die Einwanderung nach Dänemark begrenzt, Flüchtlinge außerhalb Europas stärker unterstützt und in Dänemark lebende Menschen aus nicht-westlichen Ländern besser integriert werden. Der kontroverseste Aspekt der Parteistrategie ist die Forderung nach Auffangzentren außerhalb Europas. Ebenso würde in Dänemark»spontanes Asyl« abgeschafft – also die Möglichkeit, im Land selbst oder an der Grenze einen Asylantrag zu stellen. Im Gegenzug würde Dänemark eine Quote der Vereinten Nationen(UN) an Flüchtlingen aufnehmen. Insgesamt lässt sich die Einwanderungspolitik als eine neue Gegenbewegung zum vorherrschenden liberalen, einwanderungsfreundlichen Diskurs vieler sozialdemokratischer Parteien in Europa einordnen.
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Zurück zu den Wurzeln : warum fordert die dänische Sozialdemokratie eine restriktive Einwanderungspolitik?
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