Valerie Lange Populismus, Fake News, Lügenpresse Ergebnisse der Konferenz am 25. Januar 2018, Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin Populistische Parteien verzeichnen einen enormen Zulauf, Großbritannien verlässt die EU, Millionen Geflüchtete suchen Asyl in Europa, einzelne junge Menschen radikalisieren sich, eine rechtspopulistische Partei wird drittgrößte Kraft im Bundestag. Diese Entwicklungen lassen auch junge Menschen nicht unberührt. Gleichzeitig ist aber fast die Hälfte aller Erstwähler_innen auch 2017 nicht zur Bundestagswahl gegangen. Wie passen diese Entwicklungen zusammen? Muss Schule mehr Raum für kontroverse Diskussionen bieten? Wie kann sie jungen Menschen demokratische Werte mit auf den Weg geben, Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen und Politik erlebbar machen? Über diese Fragen diskutierte das Netzwerk Bildung der Friedrich-EbertStiftung am 25. Januar 2018 mit Expert_innen aus Schule, Wissenschaft und Politik. Demokratien reproduzieren sich nicht von selbst, Demokratiefähigkeit muss eingeübt und verinnerlicht werden. Deswegen ist politische Bildung, so ist es in den Schulgesetzen aller Bundesländer hinterlegt, Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule. Schulen haben demnach die Aufgabe Demokratiekompetenz zu vermitteln. Dazu gehört die Entwicklung der Schüler_innen zu mündigen Bürger_innen, die ihre Wahlentscheidungen informiert treffen können, sich der Tragweite ihrer Stimme bewusst sind, sich in politische Prozesse aktiv einbringen und sich für das Gemeinwohl einsetzen.„Schüler_innen müssen die Erfahrung machen, dass ihre Stimme und ihre Meinung zählen“, erklärt Dr. Roland Schmidt, Geschäftsführer der Friedrich-Ebert-Stiftung. wird, wird die aktuelle Stellung politischer Bildung im Schulalltag nicht gerecht“, so Valerie Lange, Autorin des aktuellen Statusberichts zur politischen Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Der Erhebung zufolge, die auf einer Befragung der Kultusministerien basiert, spielen Inhalte politischer Bildung im Unterricht in allen Bundesländern nur eine untergeordnete Rolle; sie machen im Schnitt etwa 2,3 Prozent der Unterrichtsinhalte aus, mit denen sich Schüler_innen in der Sekundarstufe I beschäftigen. Anders ausgedrückt: In den sechs Jahren ihrer Sekundarschulzeit haben Schüler_innen durchschnittlich etwa vier Wochen Unterricht in politischer Bildung. Politische Bildung in der Schule – ein Statusbericht Dr. Roland Schmidt über die Bedeutung politischer Bildung in der Schule Der schulische Alltag sieht jedoch häufig anders aus: „Der großen Bedeutung, der der schulischen politischen Bildung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für eine stabile Demokratie zugeschrieben Valerie Lange über die Stundentafel an unterschiedlicher politischer Bildung im Bundesländervergleich
Druckschrift
Populismus, Fake News, Lügenpresse : Ergebnisse der Konferenz am 25. Januar 2018, Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten