1.7 Erster Weltkrieg Zu Beginn des neuen Jahrhunderts wuchs die Kriegsgefahr. Die Soziale Demokratie war eine internationale Bewegung. Auf den Zusammenkünften der Sozialistischen Internationale in den Jahren 1907 und 1912 sprachen sich die Sozialdemokraten gegen einen Krieg aus. Im Fall eines Krieges wollten sie sich für einen raschen Frieden einsetzen. Sie forderten sogar, internationale Streiks gegen den Krieg vorzubereiten. Doch in der Gesellschaft wuchs der Nationalismus. Die international ausgerichteten Sozialdemokraten wurden als„vaterlandslose Gesellen“ angefeindet. Der Kaiser sprach von einem„ Burgfrieden“, in dem alle Parteien gemeinsam für das Vaterland handeln sollten. Die Sozialdemokraten lenkten ein. Sie hofften, dass sie im Gegenzug dann mehr von ihren anderen Zielen erreichen könnten. So schwenkte die SPD schließlich auch auf den Kriegskurs um. Sie stimmte den Krediten zu, mit denen der Erste Weltkrieg bezahlt wurde. Doch gab es schon bei Kriegsbeginn eine Gruppe in der SPD, die die Politik des„Burgfriedens“ nicht richtig fand. Diese Gruppe wurde im Lauf des Krieges größer. Das führte 1917 schließlich zur Spaltung der SPD in MSPD (Mehrheits-SPD) und USPD(Unabhängige SPD). In der USPD versammelten sich die Kriegsgegner. 34
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