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Denksplitter : Aphorismen 1959 bis 2009
Entstehung
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Als Dozent: Schulung von Arbeitnehmervertretern imAufiichtsrat Staunend wird der Leser wahrnehmen, welcher Kosmos an Einsich­ten und Gedanken, an kritischer Analyse und ironischer Distanzie­rung(auch zur offiziellen Gewerkschaftslinie) sichtbar wird. Die Liebe und der fast missionarische Eifer, womit Wolfgang Spieker nahezu ein Leben lang auf der Suche nach Aphorismen war, erwei­sen sich als ein Stück Selbstbefreiung eines im beruflichen Alltag ganz auf detailgetreue Form und Korrektheit eingeschworenen, pflichtbewussten Juristen und Gewerkschafters. Deshalb könnten die»Denksplitter« für den Autor mehr gewesen sein als nur eine literarische Fingerübung. Es scheint vielmehr so, dass sie für ihn auch ein Stück vitaler Selbstüberprüfung und Selbst­vergewisserung, ein Stück»Nahrungsmittel« in einem ganz auf Lo­yalität und Ratio eingestimmten»Apparat« gewesen sind. 12