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Denksplitter : Aphorismen 1959 bis 2009
Entstehung
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gleich freigeistig-religiös verankert und der Aufklärung verbunden, erwies er sich in vielen Lebenslagen als äußerst bibelfest. Als profunder Weinkenner lud er in jedem Jahr zu einer erlesenen Weinreise an ausgesuchte Lagen. Dazu passte dann auch sein tro­ckener Humor, der im kleinen Kreis auch ins Skurril-Bizarre oder ins Verquer-Witzige vordringen konnte. Seine Liebe zum Radtourismus und damit zur Technologie des Fahr­rads findet in seinen Aphorismen ebenso Ausdruck wie sein Hang zur Hobbybastelei in Haus, Hof und Garten oder seine Liebe zum Tennissport. Er beschäftigte sich mit dem Totenkult in bayerischen Gefilden ebenso ernsthaft wie mit der Ökologie des brasilianischen Regenwaldes. Sein Wissensdurst und seine Bereitschaft zu lernen führten ihn zu ausgedehnten Studienreisen u.a. nach Nord- und Südzypern, Irland, Thailand, Kastilien und Kuba. Seine prophetischen Gaben, wie sie in den Aphorismen gelegentlich aufblinken, erscheinen dem heutigen Leser erstaunlich. So sagt Wolfgang Spieker bereits im Jahre 1967 voraus, dass die Bereitschaft zum vorzeitigen Ruhestand»eines Tages wohl als wichtige staats­bürgerliche Pflicht angesehen werden« wird. Im Jahre 1987 vertraut er seinen»Denksplittern« die damals noch kühne Voraussage an, dass»die durchschnittliche Autobahnrast­stätte ebenso überholt sein wird wie das traditionelle Kaufhaus«. Und zwei Jahre später ist er überzeugt davon, dass die qualifizierten Gaststätten»einen hohen Belüftungsstandard praktizieren« müss­21