ner Pensionierung wurde er Mitglied in der Friedrich Ebert-Stiftung e.V. und finanzierte mit einem speziell dafür gebildeten Wolfgang Spieker-Fonds eine Bestandsübersicht, Editionen und andere archivwissenschaftliche und publizistische Arbeiten für die inzwischen stark angewachsenen Bestände aus der Geschichte der Arbeiterbewegung. Damit dokumentierte er seine Verbundenheit mit dem, was ihm zeitlebens am Herzen lag. In den letzten Jahren war bei ihm der Wunsch gewachsen, dass eine Auswahl der Aphorismen nach seinem Tode einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Seine Familie sowie die Leitung der Friedrich-Ebert-Stiftung kommen diesem Wunsch mit der Vorlage ausgesuchter»Denksplitter« aus der Feder von Wolfgang Spieker nach. »Der Aphoristiker hüte sich vor der Verliebtheit in schöne Formulierungen ohne Substanz, mehr noch vor der Verkündung von Plattitüden.« Diesem selbst gesetzten Qualitätsanspruch ist Wolfgang Spieker in den hier abgedruckten»Denksplittern« treu geblieben. Es sind authentische Zeichen eines wachen, unabhängigen, nachdenklichen, vielseitig interessierten Beobachters. Dort wo seine Reflexionen besonders köstlich sind, da sind sie mit feinem Humor angereichert(»Nur in jungen Jahren macht das Älterwerden wirklich Freude«) oder mit Ironie gewürzt:»Die Zahl der Menschen, deren Beredsamkeit ihr Denken behindert, ist größer als man glaubt.« 23
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