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Internationale Hochschulkooperationen
Entstehung
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FES impuls Angela Borgwardt Internationale Hochschul­kooperationen Eine Stunde für die Wissenschaft Paper No. 7 Auf einen Blick Die Bedeutung internationaler Hochschulkoope­rationen nimmt immer mehr zu, da die großen gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nur gemeinsam auf globaler Ebene bearbeitet werden können. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit der Hochschulen zunehmend komplexer und schwieriger, u.a. aufgrund prob­lematischer politischer und rechtlicher Rahmen­bedingungen, eingeschränkter Wissenschafts­freiheit in vielen Ländern oder krisenhaften globalen Entwicklungen mit gravierenden Aus­wirkungen auf das Wissenschaftssystem, wie z.B. internationale Konflikte und Kriege. Vor diesem Hintergrund müssen Hochschulen und Wissenschaftler_innen entscheiden, wie sie in­ternationale Kooperationen ausgestalten möch­ten: Welche Werte sollten dabei handlungslei­tend sein und wo liegen die Grenzen für eine Zusammenarbeit? Im vorliegenden Papier wer­den Unterstützungsangebote und Kriterien vorgestellt, an denen sich deutsche Hochschu­len bei internationalen Kooperationen orien­tieren können. Bedeutung internationaler Hoch­schulkooperationen Eine zukunftsfähige Hochschule muss sich international ausrichten und nationale Grenzen überschreiten, um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahr­hunderts wie z.B. Klimawandel oder Migration bearbeiten zu können. Das zeigte auch die globale Corona-Pandemie sehr deutlich. Laut Hochschulrektorenkonferenz(HRK) ist die Hochschule der Zukunft einetransnationale Hoch­schule, die sichals gestaltender Teil der Welthochschulge­meinschaft begreift und entsprechend agiert. 1 Sie sollte ihr Handeln an einer Wertebasis aus verschiedenen Quellen ausrichten(Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Europäische Menschenrechtskonvention, Charta der Grund­rechte der Europäischen Union, Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen). Eine besondere Bedeutung haben dabei internationale Hochschulkooperationen, die verschiedene Aktivitäten umfassen: 2 Internationale Mobilität: Austausch von Studierenden, Doktorand_innen, Lehrenden, Forschenden und Ver­waltungspersonal Internationale Lehrkooperationen: u.a. gegenseitige An ­erkennung von Studienleistungen, gemeinsame Studien­programme und Abschlüsse(joint degrees, double de­grees) Internationale Forschungskooperationen: gemeinsame Forschungsvorhaben, Graduiertenschulen, Konferen­zen, Publikationen Internationale Zusammenarbeit bei institutioneller Ent ­wicklung: Erfahrungsaustausch, gemeinsame Weiterbil­dungsangebote, Kooperation der Hochschulrechenzent­ren und-bibliotheken In übergreifenden Leitlinien und Standards hat die HRK Grundprinzipien für tragfähige internationale Koope­rationen formuliert. 3 Einen zentralen Stellenwert haben demnach die Freiheit von Forschung und Lehre und die Unabhängigkeit der Institution, was die Grundsätze der Wahrheitssuche und Faktenorientierung ebenso ein­1 Vgl. Hochschulrektorenkonferenz(HRK)(2020): Leitlinien und Standards in der internationalen Hochschulkooperation. Beschluss des 687. Präsidiums der HRK am 6. April 2020, https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/ hrk/ 02- Dokumente/ 02- 01- Beschluesse/ Beschluss_ Leitlinien_ und_ Stan­dards_HRK_Praesidium_6.4.2020.pdf(Abruf: 20.8.2022). 2 Unterscheidung nach HRK(2022): Internationale Hochschulkooperatio­nen, https://www.internationale-hochschulkooperationen.de/home.html (Abruf: 10.7.2022) 3 Vgl. Fußnote 1. Internationale Hochschulkooperationen: Welche Werte sollten den Austausch leiten? Eine Stunde für die Wissenschaft Paper No. 7 FES impuls 1