IMPULSPAPIER Gender Innovation – Vorschlag für ein feministisches Innovationsverständnis Stefanie Elies, Friedrich-Ebert-Stiftung Demokratie, Gesellschaft& Innovation In der gegenwärtigen Aufschichtung von Krisen – Covid-19-Pandemie, globale Auswirkungen des Angriffskrieges auf die Ukraine, Energie- und Klimakrise – brechen auch geschlechterpolitisch lang verschobene systemische Fragen auf. Um die ambitionierten globalen Ziele der nachhaltigen Entwicklung, der Sustainable Development Goals(SDGs), und insbesondere das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung der Rolle der Frau bis 2030 zu erreichen, sind transformative Veränderungen, integrierte Ansätze und neue Lösungen erforderlich. Innovationen in Politik, Management, Finanzen, Wissenschaft und Technologie, die das"Weiter so" infrage stellen, werden zunehmend als ein Weg erkannt, um die Verwirklichung der SDGs für alle zu beschleunigen und innerhalb des von der Sozialen Demokratie derzeit postulierten„Jahrzehnts der Gleichstellung“ zu messbaren Ergebnissen zu kommen. Angesichts der Komplexität der Herausforderungen sind lineare Lösungen oft nicht ausreichend und vor allem meist zu langsam, um die transformativen Großprojekte, wie„Just Transition“,„Green New Deal“ mit Blick auf die zeitlich knapp gesteckten Zielhorizonte voranzutreiben. Auch greifen diese Transformationsprojekte nicht zwingend gut ineinander, ein„New Care Deal“ birgt hierfür ein großes Innovationspotenzial, weil er wichtige systemische Fragen beantwortet. In der geschlechtergerechten Verteilung der Sorgearbeit und auch in der gerechten Gestaltung einer digitalen Arbeits- und Lebenswelt könIMPULSPAPIER GENDER INNOVATION 1
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