PERSPEKTIVE| FES WIEN Allein oder im Verbund? Allianzen in Zeiten außenpolitischer Unsicherheit REINHARD KRUMM, ALEXANDRA DIENES UND SIMON WEISS März 2019 n Die Bedrohte – die europäische Sicherheitsordnung: Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in sieben europäischen Staaten fürchtet sich vor allem vor militärischen Konflikten, gefolgt von Terroranschlägen und Klimawandel. Dies hat die repräsentative Umfrage Security Radar 2019 der Friedrich-Ebert-Stiftung ergeben. Die beteiligten Staaten waren Deutschland, Frankreich, Lettland, Polen, Russland, Serbien und die Ukraine. n Die Wunde – der Ukraine-Konflikt: Das Aufbringen ukrainischer Militärboote durch die russische Marine im Asowschen Meer und die darauf folgenden Reaktionen zeigen erneut, wie schnell ein vergleichsweise kleiner Vorfall die europäische Sicherheit vor Herausforderungen stellt. 2019 jährt sich der Beginn des militärischen Konfliktes in und um die Ukraine herum zum fünften Mal. Die Staaten der EU sind wenig geeint, insbesondere bei der umstrittenen, sich gleichwohl im Bau befindlichen Pipeline»Nord Stream 2«, auch wenn sie sich in Bezug auf die Sanktionen gegen Russland weiter solidarisch verhalten. n Die Initiative – die deutsch-französische Achse: Der französische Präsident Emmanuel Macron fordert ein»Überdenken der europäischen Sicherheitsarchitektur«. Dabei setzt er sich auch für eine europäische Armee ein. Deutschland und Frankreich bereiteten den Aachener deutsch-französischen Freundschaftsvertrag vor, der auch eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik vorsieht.
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Allein oder im Verbund? : Allianzen in Zeiten außenpolitischer Unsicherheit
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