PERSPEKTIVE| FES MEXIKO Entwicklungsansätze in Lateinamerika Herausforderungen einer sozial-ökologischen Transformation CHRISTIAN DENZIN November 2018 n Trotz der Bekenntnisse zu den Sustainable Development Goals und dem Pariser Klimaabkommen beruhen die Wirtschaftsansätze der Mehrheit der lateinamerikanischen Länder noch immer auf einer nicht nachhaltigen Einbettung in die Weltwirtschaft. Vor dem Hintergrund schwacher und teils korrupter staatlicher Institutionen zementieren diese die strukturelle Ungleichheit, verhindern den Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten und erhöhen das soziale und ökologische Konfliktpotenzial in den betroffenen Gebieten. n Eine Überwindung der extraktiven Industrien im Rohstoff-, Energie- und Agrarsektor durch eine Diversifizierung der Wirtschaftsstrukturen kann dabei nur ein Schritt in Richtung einer sozialeren und ökologischeren Zukunft sein. Denn für sozial-ökologische Transformationen bedarf es mehr als nur einer Diversifizierung der Produktionsstrukturen mit Schaffung von neuen und guten Arbeitsplätzen entlang von lokalen oder regionalen Wertschöpfungsketten. Im lateinamerikanischen wie auch anderen Kontexten bedarf es gesellschaftspolitischer Veränderungen, die den Bruch mit weiten Teilen der nationalen Eliten und deren im Kern neoliberalen bzw. klientelistischen Politiken erfordern. n Sowohl im Rahmen von Handelsabkommen, aber auch in ihrer vermeintlichen Rolle als Vorreiter einer globalen Energiewende müssen die deutsche Bundesregierung und die EU ihrer Verantwortung gerecht werden.
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Entwicklungsansätze in Lateinamerika : Herausforderungen einer sozial-ökologischen Transformation
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