Print 
Digitalisierung im Verkehrssektor : Digitalisierung aktiver gestalten und endlich in die Breite bringen
Place and Date of Creation
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

im puls e MANAGERKREIS DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG DIGITALISIERUNG IM VERKEHRSSEKTOR Digitalisierung aktiver gestalten und endlich in die Breite bringen Damit Digitalisierung positiv aufgenommen und Risiken frühzeitig erkannt werden, muss der Mensch im Mittelpunkt der Digitalisierung stehen. Digitalisierung muss als um­fassende Transformation begriffen und aktiv gestaltet werden, auch als Instrument gegen Fachkräftemangel und zur Stärkung der Resilienz. Dabei müssen die Digitalisierung und die ihr zugrundeliegenden Daten als Hebel der Verkehrs­wende genutzt werden: Sie darf nicht nur über Pilotprojekte laufen, sondern muss von der Politik in die Breite gebracht werden. AG VERKEHR UND MOBILITÄT DES MANAGERKREIS DEZEMBER 2024 Viel Luft nach oben und zu wenig Sozialdemokratie Wenn Digitalisierung ein Schlüsselelement für die Zukunft des Verkehrs­sektors ist, muss sie aktiv gestaltet und in die Breite gebracht werden. Darüber herrscht in der Politik und Wirtschaft weitgehend Konsens. Doch was Digitalisierung für den Sektor konkret bedeutet, bleibt häufig unklar. Bisher lebt die Digitalisierung der Branche meist vonPilotprojekten, Leuchttürmen undExperimentierräumen. Digitalisierung in Deutsch­land scheint eher die Ausnahme, nicht die Regel. Die Stärkung von Resilienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit mit Hilfe von Digitalisierung steht auch ganz oben auf der Agenda der aktuellen EU-Kommission. Dies be­trifft alle Bereiche, in Deutschland besonders den Verkehrsbereich. Es braucht daher einen flächendeckenden Ausbau von digitaler Mobilität. Das erfordert ein stärkeres Umdenken bei Akteuren, die Digitalisierung mehr als Chance bewerten und die Nutzung und das Management von Daten als Kerngeschäft verstehen. So lässt sich Verkehr effizienter und nach­haltiger gestalten. Es braucht zudem ein stärkeres Voneinander lernen und Miteinander arbeiten, um aus den zahlreichen Pilotprojekten skalierbare und spürbare Effekte zu generieren und schon frühzeitig Kosten zu sparen. Den Rahmen dafür kann nur eine ganzheitliche, bundesweite Strategie setzen, die die Chancen, Risiken und insbesondere die praktische Umsetzung des digitalen Verkehrs berücksichtigt. Neben dem offensichtlichen Mehrwert der Digitalisierung ergibt sich wei­terer Handlungsdruck: Es positionieren sich immer stärker internationale Techkonzerne auf dem Markt der Daseinsvorsorge. Sie bieten einerseits neue Angebote, andererseits verlagert sich dadurch die staatliche Aufgabe der Mobilität zunehmend in private, meist nicht-europäische Hände. Es ist daher dringend notwendig, einen strategischen sowie sozialdemokra­tischen Blick auf die Digitalisierung im Verkehrssektor zu werfen mit den Fragen: Welche sozialdemokratischen politischen Handlungen können die Digitalisierung im Verkehrssektor entscheidend prägen? Wie können wir Digitalisierung als zentraler Hebel einer zukünftigen klimaneutraleren, siche­ren und menschfreundlichen Mobilität nutzen? Und wie schafft man auf diesem Weg einen Mehrwert und Akzeptanz in der Anwendung bei den