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Demokratie braucht Methode : von A wie Aufsuchen bis Z wie Zukunftshandeln
Entstehung
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politische Bildung nur noch selten hinkommt, wo wir nur noch schwa­che Signale von politischer Selbstwirksamkeit vernehmen, wo Men­schen schon beim WortPolitik eher zurückweichen. Hier niedrig­schwellig und ohne Agenda neues Vertrauen aufzubauen, ist unser Ziel. Dieses Methodenhandbuch fasst aber auch die Ergebnisse vieler Ana­lysen und Studien zum Zustand unserer Demokratie und Gesellschaft aus den letzten Jahren zusammen: Neue Befunde aus der Mitte-Stu­die der FES unterstreichen, rechtsextreme Einstellungen haben sich verdreifacht, besonders unter jungen Männern, während Einsamkeit und Verunsicherung als Treiber wirken.Krisenerwachsene junge Menschen wenden sich von den Parteien der Mitte ab und haben we­nig Vertrauen in eine gelingende Zukunft. Bei den unter 24-Jährigen diagnostizieren wir gar eine Polarisierung der Geschlechter entlang der progressiven, linken und rechts-konservativen Wahlpräferenzen. Auch das Vertrauen in das Funktionieren der Demokratie besteht nur noch für weniger als die Hälfte der Bundesdeutschen. Vor allem Men­schen, denen es ökonomisch schlechter geht, die niedrigere Bildungs­abschlüsse haben oder sich selbst der Unter- oder Arbeiter_innen­schicht zurechnen, sowie Menschen aus Ostdeutschland sind unzu­frieden. Darunter haben viele trotz Arbeitsstolz das Gefühl, am Abgrund zu stehen oder zu den Verlierer_innen des Wandels zu ge­hören. Und es gibt neben immer neuen und niedrigschwelligen digita­len Beteiligungsmöglichkeiten auch diejenigen, die für die Demokra­tie auf die Straße gehen, wie bei den Demonstrationen 2024/25. Wenn es gelänge, dieses Potenzial in aktives demokratiepolitisches Gestalten zu überführen, wäre viel gewonnen, denn,Demokratie ist anstrengend, aber das Beste, was uns passieren kann. Dieses Methodenhandbuch leistet eine praktische Übersetzungsar­beit, indem es die Ergebnisse dieser und weiterer Studien anhand nachfolgender Fragestellungen aufbereitet: Welche Zielgruppen ergeben sich aus der Studie für die politische Bildung? Welche Inhalte sollen vermittelt werden? Welche Herausforderungen ergeben sich aus der Studie? Welche Ansatzpunkte ergeben sich für politische Akteure? Welche Haltung wollen wir fördern? Welche Berührungspunkte gibt es im alltäglichen Leben? Welche Formate greifen die Fragen bereits auf? Demokratie braucht Methode 7