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Demokratie braucht Methode : von A wie Aufsuchen bis Z wie Zukunftshandeln
Entstehung
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Mitte-Studien Auftrag für Demokratiebildung von Franziska Schröter Die sogenanntenMitte-Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung erfor­schen etwa alle zwei Jahre das Ausmaß rechtsextremer, demokratie­gefährdender und menschenfeindlicher Einstellungen in unserer Ge­sellschaft. Sie sind damit eine der wichtigsten Langzeitstudien in die­sem Bereich in Deutschland. Die Analyse ist klar, die Frage nach dem Was nun? ist schwerer zu beantworten. Dieses Kapitel will weiter­denken, was sich aus den Ergebnissen der FES-Mitte-Studie für die Bildungsarbeit und den gesellschaftspolitischen Umgang damit ablei­ten lässt. Die aktuellste Ausgabe von September 2023 unter dem TitelDie dis ­tanzierte Mitte hat neben vielen anderen Dingen vor allem gezeigt, dass die Normalisierung extrem rechter Diskurse voranschreitet, sich immer mehr Menschen von der Demokratie und von Teilhabe distan­zieren und dass 8,3% der Befragten ein geschlossen rechtsextremes Weltbild aufweisen das ist quasi eine Verdreifachung zu allen Jahren zuvor. Sie zeigt aber gleichfalls, welch entscheidende Rolle Faktoren wie Verunsicherung, Krisenempfinden oder auch Einsamkeit spielen. Die Ergebnisse werden von vielen ähnlich angelegten Studien ge­stützt: Es gibt Gruppen und Merkmale, die besonders anfällig für de­mokratiegefährdende Einstellungen sind, aber auch Gruppen, auf die man einen besonderen Fokus legen sollte. Junge Menschen, vor­nehmlich junge Männer, denken und wählen häufiger extrem rechts, sind vor allem antifeministischer und gewaltaffiner. Ostdeutsche, Menschen in ländlichen Regionen, verunsicherte Menschen werten statistisch öfter andere Menschen stereotyp ab. Wie aus den Befra­gungen deutlich wurde, macht Einsamkeit rechtsextremer(oder Rech­textremismus einsamer?), dieses Phänomen betrifft aber nicht nur äl­18 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.